Der Fall Prof. Uthoff: Die Kleinen hängt man- die Großen lässt man laufen!

Veröffentlicht auf von Karl-Dieter Specht

Der Fall Prof. Uthoff: Die Kleinen hängt man-die Großen lässt man laufen!

Diese Volksweisheit, die aus der Erfahrung herrührt, dass vor Gericht doch nicht alle Menschen gleich sind, bestätigt einmal mehr der Fall Uthoff. Wer mehr Geld hat, der kann sich die besten Anwälte leisten, kann durch alle Instanzen gehen, was für den Normalbürger nicht möglich ist. Ebenso der gesellschaftliche Stand spielt bei der Urteilsfindung eine große Rolle.

Nach dem Gesetz dürfte das nicht sein. Der Gleichheitsgrundsatz, dass vor Gericht alle Menschen gleich sind, erhält im Fall Uthoff einen bitteren Beigeschmack.

Worum geht es?

Der äußerst bekannter Bürger der Stadt Kiel, Prof. Uthoff, der in den höchsten Kreisen der Stadt verkehrt, bestens vernetzt ist und in Luxus lebt, prellt das Finanzamt Kiel um sage und schreibe 29 Mill. €. Dies geschah dadurch, indem er durch geschickte Firmenumwandlungen, an in die er auch seine Frau beteilige, das Finanzamt und die Stadt an der Nase herumführte und somit die Zahlung von Steuern an den Staat verhinderte.

Trotz eines Rechtstitels gegen Uthoff vollsteckte die Stadt Kiel nicht. Warum eigentlich nicht? Diese Frag muss beantwortet werden. Dazu schweigt Oberbürgermeister Dr. Ulf Kämpfer geflissentlich, da auch Ministerpräsident Albig, als ehem. OB von Kiel, mit von der Partie war.

Das Pikante: Die Politiker, die veranlasst haben, dass die Behörden nicht tätig wurden, gehören der SPD an. Also jener Partei, die der Anwalt der kleinen Leute sein will.

Nach Abschluss des Insolvenzverfahrens bleibt die Stadt auf 85 % ihrer Forderungen gegenüber Uthoff sitzen. Und keiner wird dafür zur Verantwortung gezogen. Der Staat muss endlich seine Hausaufgaben machen und jene Gesetzeslücken schließen, die es Steuernomaden erlauben, mit dem Staat Katze und Maus zu spielen.

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