Hamburg: Treffen der Außenminister der OSZE in Hamburg

Veröffentlicht auf von Karl-Dieter Specht

Hamburg: Treffen der Außenminister der OSZE in Hamburg

Jedes Mal, wenn sich eine geballte Ladung internationaler Politprominenz irgendwo in Deutschland trifft, entsteht ein personeller Notstand bei der Polizei, denn sie muss für die Sicherheit der Mandatsträger sorgen.

Tausende Polizisten aus dem ganzen Bundesgebiet werden dafür zusammengezogen. Regelmäßig beklagt sich die Polizeigewerkschaft darüber, dass ihre Beamten an der Grenze ihrer Belastbarkeit angekommen sind. Sie fordert mehr Personal und einen finanziellen Ausgleich für die geleisteten Überstunden.

Auch wird die Standortwahl in Hamburg kritisiert. Das Kongresszentrum, in dem die Tagung stattfinden, soll liegt(fast) gegenüber dem Schanzenviertel. Die Bedrohung kommt also direkt aus der Nachbarschaft. Um die Tagung dennoch zu sichern, werden 13.000 Polizisten benötigt. Und wieder sind in Kosten solcher Konferenzen im Gespräch. Lohnt sich der Aufwand im Verhältnis zum politischen Erfolg überhaupt?

Da verweist der Redakteur der KN, Bastian Modrow, auf das Treffen der G 7 in Elmau hin. Einem Treffen, das nach seiner Ansicht als gelungen anzusehen ist. Dabei stellt sich natürlich die Frage: was hier gelungen ist? Neben ein paar schönen Bildern fallen mir sonst nur die Kosten ein.

Die beliefen sich auf 210 Mill. €. Bei einer Tagungsdauer von 28 Stunden sind das immerhin 7,5 Mill. € je Stunde, die der Gipfel gekostet hat. Diese teure Sause soll als Vorbild dienen? Hier scheint bei den KN gedanklich und rechnerisch etwas aus dem Ruder gelaufen zu sein; zumindest was den Redakteur anbelangt.

Mein Vorschlag wäre, dass sich der Staat für solche Konferenzen ein Passagierschiff chartert, welches sich auf Reede befinden sollte. Dann könnte man die hohen Sicherheitskosten sparen. Auf so einem Schiff mit Inselcharakter wären die Politiker nur unter sich und könnten sich intensiv um die anstehenden Probleme der Welt kümmern.

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