Türkei: Wann ist die rote Linie überschritten?

Veröffentlicht auf von Karl-Dieter Specht

Türkei: Wann ist die rote Linie überschritten?

Man ist ja vieles aus der Türkei gewohnt, seit dem Erdogan das Zepter dort in der Hand hat. Immer, wenn die Rechtsstaatlichkeit in der Türkei gebrochen wurde, wurde sie publikumswirksam verurteilt- weiter geschah jedoch nichts.

Jetzt hat Erdogan den Bogen wohl überspannt. Mit seinem Verbot, an einer deutschen Eliteschule in Istanbul nicht über Weihnachten reden zu dürfen, hat Erdogan die politische Elite in Berlin aufgeschreckt

Was fällt Erdogan als nächstes ein?

„In einer E-Mail, die die Leitung der deutschen Abteilung der Schule an das Kollegium schickte und die der dpa vorliegt, hieß es: «Es gilt nach Mitteilung der türkischen Schulleitung eben, dass ab sofort nichts mehr über Weihnachtsbräuche und über das christliche Fest im Unterricht mitgeteilt, erarbeitet sowie gesungen wird.» In Deutschland löste das einen Sturm der Entrüstung aus. Die vom Bildungsministerium in Ankara eingesetzte türkische Schulleitung dementierte aber am Sonntag, dass es ein solches Weihnachtsverbot ausgesprochen habe.“

„Das entspreche nicht der Wahrheit, hieß es in einer am Abend auf der Homepage der Schule veröffentlichten Mitteilung. Allerdings hätten die deutschen Lehrer im Unterricht «vor allem in den letzten Wochen Texte über Weihnachten und das Christentum auf eine Weise behandelt, die nicht im Lehrplan vorgesehen ist». Sie hätten dabei Aussagen getroffen, «die von außen betrachtet den Weg für Manipulationen freimachen.“

Ein ebenfalls in der deutschen Botschaft geplantes Weihnachtssingen wurde kurzerhand abgesagt.

Man fragt sich natürlich, was nach dem Aufschrei der Elite in Berlin weiter passiert? Bleibt es so wie immer? Erst empört sein und dann zur Tageordnung wieder überzugehen? Diese Politik des ständigen Zurückweichens gegenüber Erdogan muss beendet werden.

Wann ist für die Regierung die rote Linie überschritten, fragen sich viele?

Ein diplomatisches Bedauern reicht nicht mehr aus! Jetzt muss gehandelt werden!

Das ist noch nicht alles!

Eine Stadt in der Türkei verschenkt an Türken einen Eheratgeber, der es in sich hat!

Mit folgenden Empfehlungen an Frischvermählte.

  • Wenn beim Sex gesprochen wird, dann stottert das so erzeugte Kind.
  • Zickige Frauen sollten durch eine zweite Frau zur Räson gebracht werden.
  • Bei ungehorsamen Frauen sind zwei Schläge wirksamer als Medizin.

Die Verteilung dieses Buches in der Stadt Kütahya erfolgt durch den AKP- Bürgermeister.

Kütahja ist Hauptstadt der gleichnamigen Provinz mit 200.000 Einwohnern und liegt in Kleinasien.

Obwohl diese Eheempfehlungen nicht von allen Türken geteilt werden, so ist doch zu vermerken, dass diese Hinweise von amtlicher Stelle aus empfohlen werden. Mehr ist dazu nichts zu sagen. Jeder mag sein eigenes Urteil fällen!

Auch die Deutsch-Türken müssen sich entscheiden!

Ein sowohl als auch bei der Staatsbürgerschaft kann es aufgrund der Entwicklung in der Türkei nicht mehr geben!

 

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