Deutschland: Die Bundeswehr ist in helle Aufregung - warum?

Veröffentlicht auf von Karl-Dieter Specht

Deutschland: Die Bundeswehr ist in helle Aufregung - warum?

Was ist passiert? In einer Kaserne in Baden-Württemberg wird wegen Freiheitsberaubung, sexuelle Nötigung und gefährlicher Körperverletzung gegen Soldaten ermittelt.

Bevor man sich ein abschließendes Urteil zu diesem Fall bilden kann, muss man sich erst einmal mit dem Ausbildungsauftrag der betroffenen Einheiten beschäftigen. Nach Auskunft der Bundeswehr ist in dieser Kaserne das Ausbildungszentrum "Spezielle Operationen" des Heeres untergebracht. Also u. a. eine dreistufige Nahkampfausbildung.

D.h. der Kampf auf Leben und Tod wird als Nahkampf Mann gegen Mann geübt. Das setzt zwangsläufig gewisse Voraussetzungen voraus, die der Soldat erfüllen muss, der an dieser Ausbildung teilnehmen will.

Der Lehrgang hat das Ziel, die Teilnehmer an ihre psychischen und körperlichen Leistungsgrenzen zu führen. Durchhaltewille, Belastbarkeit, Entscheidungsfähigkeit unter schwierigen Situationen und nach körperlicher Belastung sowie Führungswille sind geforderte psychische Leistungselemente.

Was ist Nahkampf? Das Ziel des Nahkampfs liegt in der Anwendung geeigneter Mittel auf eine kurze Distanz, um gegen den Angewendeten eine Wirkung zu entfalten. Dabei ist es unerheblich, ob die Wirkung mit oder ohne Hilfsmittel angestrebt wird. Zur Anwendung kommen im Nahkampf sowohl Schusswaffen, als auch im waffenlosen Nahkampf Schläge und Stöße mit der baren Hand oder Tritte, sowie beim Nahkampf mit Blankwaffen Messer oder Streitaxt, oder Behelfswaffen Feldspaten, Stock, Tonfa, Pfefferspray und andere Hilfsmittel.[1] Den Feind schlagen. (Quelle. Wikipedia)

Der im Nahkampf ausgebildete Soldat soll und muss über kämpferische und technische Fähigkeiten verfügen, die ihm ein Überleben im Zweikampf ermöglichen Im Klartext: Der Soldat wird zum Töten ausgebildet, was ihm im Privatleben verboten ist.

Wenn es sich aber um das Töten im Auftrage des Staates handelt, ist dieses erlaubt. Da es keinen humanen Krieg - geschweige denn ein humanes Töten gibt, kann die Ausbildung der Soldaten auch nicht human sein. Sie muss sich an der brutalen Wirklichkeit kriegerischer Handlungen orientieren, will der Staat seine Soldaten nicht abschlachten lassen. . Der Hinweiß, dass der Soldat nicht angreift, sondern sich nur verteidigt, ist in der heutigen Zeit nicht mehr haltbar. Das macht den Kampf Mann gegen Mann nicht humaner. Es überlebt meistens nur der, der die bessere und brutalere Ausbildung genossen hat. Fast wie im Sport- nur mit einem Unterschied, dass der Kampf in einer kriegerischen Auseinandersetzung für eine Partei ( Soldat) oft tödlich endet.

Was sagt die Bundeswehr?

„Die Spezialkräfte der Bundeswehr setzen sich aus dem Kommando Spezialkräfte (KSK) des Heeres und den Kampfschwimmern der Spezialisierten Einsatzkräfte der Marine (SEK M) zusammen. Wenn Sie sich für eine Karriere in den Spezialkräften interessieren, streben Sie eine Tätigkeit in einem der bei-den Verbände der Bundeswehr an, deren Kampf-kraft nicht allein durch komplexe Waffensysteme, sondern in einem besonderen Maße durch die Leis-tungen und das Können ihrer Soldatinnen und Soldaten bestimmt wird. Sie erhalten eine der interessantesten und vielseitigsten Ausbildungen, die in der Bundeswehr angeboten werden und die des-halb auch höchste Anforderungen an Sie stellenwird.“ ( Quelle.Bundeswehr)

In diesem Skript, wird die Sonderstellung dieser Spezialkräfte stark hervorgehoben. Dass sich daraus ein Korpsgeist entwickelt ist ganz normal. Zumal am Ende der erfolgreichen Abschlüsse der Lehrgänge als deutliches Zeichen einer Eliteeinheit den Soldaten das Nahkampfabzeichen verliehen wird.

Aus alledem wird deutlich, dass man die Ausbildung dieser Soldaten nicht mit normalen Maßstäben bewerten kann. Es sind eben harte Kerle, die sie auch sein müssen, wenn sie überleben wollen. Auch müssen sie auf eine eventuelle Gefangenschaft vorbereitet werden. Was sie da erwartet, muss ebenfalls geprobt werden- soweit es möglich ist.

Deshalb werden in den USA solche Spezialeinheiten Fleischfresser/Raubtier genannt. Denn sie stehen an vorderster Front und müssen die Kastanien aus dem Feuer holen. Viel anders wird es unseren Spezialkräften auch nicht gehen. Insbesondere in der Zukunft, wenn sie weltweite Verantwortung übernehmen wollen oder müssen.

Die Fremdenlegion: Über den Mythos der französischen Fremdenlegion: Dies Kämpfer sind mit die besten der Welt. Die Ausbildung ist heute aber ähnlich der britischen „SAS“, der amerikanischen „Delta Force“ – und auch der deutschen Anti-Terroreinheit „KSK“. Sie sind führend in modernen Einzelkampfmethoden, Überlebenstraining, Disziplin und Widerstand im Verhör.

Die russische Armee: Da gibt es unterschiedliche Sondereinheiten, die nach folgender Maxime gedrillt werden: „Es gehe um ein spezialisiertes angewandtes System „ohne Einschränkungen und Regeln“, wobei man sich mit und ohne Waffen wehre. „ Das Hauptziel besteht darin, den Gegner auf jede Weise zu besiegen oder zu töten.“

Deshalb kann man die Soldaten der Spezialkräfte nicht mit den normalen Maßstäben einer Zivielgesellschaft messen. Vielmehr muss der Maßstab so angesetzt werden, dass der Soldat unter kriegerischen Verhältnissen seinen Auftrag unter Schonung seines Lebens und das seiner Kameraden erfolgreich durchführen kann.

 

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