Bad Segeberg - fährt die SPD die Stadt finanziell vor die Wand?

Veröffentlicht auf von Karl-Dieter Specht

Bad Segeberg - fährt die SPD die Stadt finanziell vor die Wand?

Eigentlich ist der Personennahverkehr (ÖPNV) in der Stadt Sache des Kreises. Jedoch die SPD wollte mehr. Sie wollte ganz einfach mehr Bürgernähe. Eben –einen eigenen Stadtbus in eigener Regie! Ein durchaus gutes Anliegen, wenn man denn die Mehrkosten, die durch die Übernahme auf die Stadt zukommen, auch tragen kann.

Das kann die Stadt nicht. Sie ist hoffnungslos verschuldet. Sie kann seit Jahren keinen ausgeglichenen Haushalt mehr vorlegen. Trotz dieser prekären Lage wurde gehandelt. Der Stadtbus kam und mit ihm seit 2001 weitere Verluste. Der Stadtbus entwickelte sich zu einem großen Verlustbringer der Stadt.

Dieser Verlust belief sich in 2016 auf 520.000 €. Stolz verkündete die SPD, dass, seitdem der Stadtbus fährt, die Passagiere von 60.000 Fahrgäste auf jetzt insgesamt 365.000 Fahrgäste gestiegen sind. Also wird das Angebot der Stadt gut angenommen. Was läge da näher, als dass man die Nutzer an dem Defizit beteilig.

Auf diese Idee kommen die Genossen nicht oder wollen nicht darauf kommen, denn dann müsste man den Bürgern ja einiges zumuten und das geht gar nicht. Immerhin ist man, so die offizielle Version der Genossen, die Partei der kleinen Leute. Dass man gerade mit einer unseriösen Finanzpolitik die kleinen Leute trifft, sei nur am Rande vermerkt.

Auch der von der CDU gemachte Vorschlag, die Personennahverkehr (ÖPNV)wieder dem Kreis zu übertragen, um Verluste zu minimieren, lehnt die SPD rundherum ab.

Eine Idee haben die Genossen dennoch: Weiter mehr Schulden machen. Und das geht so: Man nehme die Gewinne aus Einrichtungen der Stadt und decke damit die Verluste des Stadtbusses. Eben ein Nullsummenspiel, das die Schulden der Stadt weiter in die Höhe treibt.

Damit rückt ein ausgeglichener Haushalt der Stadt in weite Ferne. Stattdessen setzen die Genossen ganz auf das Land. Das Land, so ihr Ansinnen, soll diese Finanzakrobatik gutheißen, denn Segeberg hängt am Finanztropf des Landes.

Bleibt nur zu hoffen, dass das Land dem finanziellen Harakiri der Genossen in Bad Segeberg Einhalt gebietet und sie zur finanziellen Ordnung ruft. Wie heißt es noch so schön: „Ist der Ruf (finanziell) erst ruiniert, dann lebt es sich(finanziell) ganz ungeniert!“

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