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Veröffentlicht auf von Karl-Dieter Specht

WZV- der Breitbandausbau und was kommt danach?

Es ist eine gute Sache, dass sich der WZV der Breitbandversorgung im Verbandsgebiet annimmt. Jetzt will er auch noch an die WZV-Rücklagen für die Deponienachsorge ran. Er will also das Geld aus der Rücklage an seine „Tochter Breitband „verleihen. Dabei sollen der Muttergesellschaft, als dem WZV, erhebliche finanzielle Vorteile entstehen- Auch das WZV - Konstrukt „Breitband“ profitiert davon. Also eine Winn-Winn- Situation.

Alles paletti oder so ? Mitnichten!“ Zunächst einmal ist festzustellen, dass bei so einer Richtungsentscheidung, denn es geht ja um das Geld für die Nachsorgekosten der Deponie, hätte eine Zweidrittelmehrheit der Verbandsmitglieder anwesend sein (sollen)müssen und diese auch zu Zweidrittel hätte zustimmen (sollten) müssen.

Schaut man jedoch in die Verbandssatzung, dann stellt man fest, dass unter §5 der Satzung „ „Verbandsversammlung“ –also dem höchsten Gremium des Verbandes- eine Beschlussfassung allseits gegeben ist, denn sie ist in keiner Weise an eine Mindestanzahl ihrer Mitglieder gebunden.

Ein Novum! Von über 100 Verbandsmitgliedern stimmten nur 65 Mitglieder dem Vorschlag der Verbandsführung zu.

Weiter ist festzustellen, dass alle vom WZV ins Rennen geschickten Vortragenden finanziell vom WZV abhängig sind und somit die Interessen der Verbandsführung vertreten. Referenten, die  aus der Perspektive der einzelnen Gemeinde  kritsch diesen finanziellen Deal beleuchten, waren nicht geladen.

Dieser, von den Experten erhoffte Gewinn für den WZV, ist ein Scheck auf die Zukunft, der auch anders aussehen kann.

Von einem Wirtschaftprüfer muss man verlangen, dass er den“Worst Case“ als Grundlage seiner Überlegungen macht. Stattdessen wurde nur über den „Best Case“ gesprochen. Kritische Stimmen waren nicht erwünscht.

Ferner ist festzustellen, dass sämtliche Betriebszweige und Tochtergesellschaften in einem Verwaltungsgebäude untergebracht sind und es somit keine räumliche Trennung gibt-Das hat in der Vergangenheit zu fehlerhaften Rechnungsabgrenzungen geführt, weshalb u.a. Bilanzen verworfen wurden. Warum sollte es heute anders sein? Der WZV muss sich erklären!

Ferner ist festzustellen, dass die Frau des Verbandsvorstehers an maßgeblicher Stelle für die Breitbandversorgung zuständig ist. Das führt mit mathematischer Genauigkeit zu Interessenskonflikten, die , so ist zu vermuten, zu Lasten der Muttergesellschaft gehen. Das Debakel des Breitbandausbaues im Raum Pinneberg sollte allen Verantwortlichen zu denken geben.

 

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