Deutschland: DITIB – „Erdogans“ fünfte Kolonne in Deutschland?

Veröffentlicht auf von Karl-Dieter Specht

Deutschland: DITIB – „Erdogans“ fünfte Kolonne in Deutschland?

Vor einigen Wochen hatte der türkische Parlamentspräsident, Ismail Kahraman, lauthals erklärt, dass in der neuen Verfassung der Säkularismus keine Rolle mehr spielen dürfe. Dieser damaligen Ankündigung folgt nun nach dem Wahlergebnis die bittere Wirklichkeit.

Denn Erdogan hat sich mit seiner Version- der der von Allah und Erdogan geführten Türkei durchgesetzt mit 51,4 Prozent. Daran ändert auch nichts, dass Erdogan die Aussage seines Parlamentspräsidenten als seine private Meinung abtut. Sein Verhalten spricht eine andere Sprache. Original Erdogan:“Ich bin mit dem Koran aufgewachsen und lebe mit dem Koran, “ sagte Erdogan bei einer Rede und hält den Koran hoch.

Damit scheint er eine Grundstimmung in der Türkei zu treffen. Das Wiedererstarken des Islam in der Türkei war und ist für viele Türken ein Geschenk Allahs. Das Projekt von Atatürk, der Säkularisierung, ist in der türkischen Gesellschaft nie ganz angekommen. Viele Türken fühlen sich in ihrer Lebensweise und ihrem Islamverständnis bei Erdogan so richtig angekommen und aufgehoben.

Noch erstaunlicher ist, dass sich die Deutsch-Türken zu 75% für Erdogan entschieden haben. Es sind also jene Deutsch-Türken, die schon sehr lange in Deutschland; viele in der 3.und4. Generation und in unserer Demokratie noch nicht angekommen sind - auch nicht ankommen wollen! Dank Erdogan und DITIB!

Die Entscheidung haben sie auch deshalb getroffen, da sie auch ihrer Lebensweise in Deutschland sehr nahe kommt. Nicht Integration ist ihr Ziel, sondern das Leben nach den Gesetzen des Islam. Sucht man nach den Gründen, dann stößst man schnell auf DITIB (Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion e. V)

Für Kritiker ist DİTİB „der verlängerte Arm des türkischen Staates“; sie betreibe planmäßig eine „Islamisierung Deutschlands“ und könne als „Vorfeldorganisation der türkischen AKP“, der Partei von Recep Tayyip Erdoğan, bezeichnet werden.[24][25] Auf Grund einer solchen Rolle als Sachwalter staatspolitischer und stellenweise als islamistisch auszulegenden Interessen der Türkei steht die DİTİB zunehmend in der Kritik.[26] Laut Islamwissenschaftler Ralph Ghadban stehe die DİTİB für „türkischen Nationalismus statt Integration.“ (Wikipedia).

Seit dem Erdogan Imame als Spitzel in Deutschland einsetzt, ist auch dem letzten klargeworden, dass das mit Religionsfreiheit, wie sie das GG vorsieht, nichts mehr zu tun hat.

Unter dem Schutzmantel der Religionsfreiheit sind in Deutschland durch die DITIB gesellschaftliche und politische Fakten geschaffen worden, die eine Integration unmöglich machen und zu diesem für Demokraten verheerenden Wahlergebnis geführt haben.

Und die Politik schaut diesem Treiben einfach zu. Zwar hat Nordrhein-Westfalen die Zusammenarbeit mit DITIB im Projekt „Wegweiser“ pressewirksam für beendet erklärt. Jedoch DITIB sieht das anders- nämlich einvernehmlich.

Als Landesverband haben wir darauf hingewiesen, dass es die Aufgabe einer Religionsgemeinschaft in der Präventionsarbeit sein muss, islamische Begrifflichkeiten nicht aufzugeben oder zu negieren, sondern ihre Deutungshoheit nicht Extremisten zu überlassen. Nicht der Begriff des „Şehit“ ist problematisch, sondern sein Missbrauch durch Extremisten. Als Religionsgemeinschaft müssen wir uns gerade dafür einsetzen, die Deutungshoheit über islamische Begriffe so zu nutzen, dass ihr Missbrauch für den Extremismus unmöglich wird. Diese Diskussion waren wir bereit zu führen. Diese Diskussion hätte unserer Auffassung nach unbedingt im Rahmen der Präventionsarbeit geführt werden müssen.

Aus nicht in der DITIB liegenden, vornehmlich politischen Gründen war das Innenministerium nicht dazu bereit, diese öffentliche Diskussion zu führen. Unter diesen Umständen hat unser DITIB-Landesverband keinen Sinn in der Fortsetzung der Zusammenarbeit mehr sehen können und sich dafür ausgesprochen, die Zusammenarbeit einvernehmlich zu beenden DITIB:"

Diese Zusammenarbeit im Projekt Wegweiser ist von DITIB beendet worden, da DITIB in jedem Fall die Deutungshoheit in Sachen Islam behalten will. Und diese Deutungshoheit wird durch Erdogan vorgegeben. Deshalb ist es notwendig, dass auch der Religionsunterricht an den Schulen durch Konsulatslehrer, die der türkischen Regierung unterstehen, beendet wird.

Islamwissenschaftlerin Susanne Die Schröter fordert die Landesregierungen auf, ihre Zusammenarbeit mit dem Dachverband Ditib beim Religionsunterricht zu überdenken- um nicht zu sagen beenden! Die Organisation sei strukturell, finanziell und ideologisch abhängig von Diyanet, der türkischen Religionsbehörde, die wiederum unmittelbar dem türkischen Ministerpräsidenten unterstellt sei, sagte Schröter der "Frankfurter Neuen Presse" (Mittwoch).

Dazu erklären sich nur wenige Länder bereit. In Hamburg und Bremen sind schon Staatsverträge mit DITIB abgeschossen worden. In Niedersachsen ist er in Arbeit. Schleswig-Holstein denkt noch nach - aber richtig!“

Der Deutsche Gemeinde und Städtebund fordert die flächendeckende Einführung des Islamunterrichtes an den Schulen in Schleswig-Holstein. Eine Forderung, die auch von der ev. Kirche unterstützt wird. Die Frage ist nur, wer soll im Islamunterricht die Deutungshoheit erhalten? Das Land (Kultusministerium) oder die Islamverbände?

Dabei ist zwischen zwei Formen des Islam-Unterrichtes zu unterscheiden. Dem bekenntnisorientierten oder religionskundlichen ( neutraler )Unterricht.

Fatih Mutlu, Chef der Schura in Schleswig-Holstein, ist für einen bekenntnisorientierten Religionsunterricht an den Schulen. Diesem Anliegen ist entschieden zu widersprechen, Die Deutungshoheit des Islamunterrichts muss beim Land bleiben und darf nicht den Islamverbänden überlassen werden. Er hat sich auf den religionskundlichen Unterricht zu beschränken, der die Schülerinnen/er in die Lage versetzt, selbst zu entscheiden, welche Richtung des Islam für sie die richtige ist.

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