Bauernverband: Verdeckte Meinungsmache ?

Veröffentlicht auf von Karl-Dieter Specht

Organisiert der Bauernverband verdeckte Meinungsmache?

Die Schlacht im Internet über den richtigen Weg aus der Milchkrise läuft dem Bauernverband langsam aus dem Ruder. Nicht  Sympathisanten oder Mitglieder des Bauernverbandes sind als private User im überwiegend im Netz, sondern jene, die die Politik des Bauernverbandes eher kritisch sehen. Das soll sich nun ändern. Jetzt kommt die Internet –Task-Force des Bauerverbandes zum Einsatz. Ein harter Kern von zirka 50 Personen, so ist geplant, soll ständig das Internet auf kritische Berichterstattung gegenüber dem Bauernverband durchsuchen und dann „Meldung“ machen. Auch sollen sich diese Personen in Foren wie: landlive, topagrar, agararheute usw. einschreiben. Natürlich anonym  und ganz privat, um dadurch Lobbyarbeit für den Verband zu betreiben. Angestrebt wird in diesen Foren durch gezielte Stellungnahmen und Beiträge die Meinungsführerschaft zu erringen. Es ist nichts dagegen einzuwenden, wenn die Lobbyisten sich als solche zu erkennen geben und mit offenem Visier diskutieren. Anscheinend scheuen diese Akteure die Öffentlichkeit und verrichten ihre subversive Tätigkeit im Dunklen. Das müssen sie auch! Denn mit der“ gelenkten Lobbyarbeit“ will der Bauernverband die Foren manipulieren. ´In einem internen Schreiben des DBV werden genaue Anweisungen an die Task-Force-Truppe gegeben, wie man sich zu verhalten hat, um publikumswirksam zu agieren. Ein interner Informationsaustausch untereinander,  gesteuert vom Bauernverband,  ist ebenfalls vorgesehen. Für Heidi Klein ,  Vorstandsmitglied von Lobbycontrol, jener Organisation, die die Aktionen der Deutschen Bahn aufgedeckt hat, ist die Manipulation in Internetforen gängige Praxis. „ Unter solchen Methoden leidet die Glaubwürdigkeit  jeder öffentlichen Diskussion. Deutschland brauche daher eine Lobbytransparenz, also ein verpflichtendes Register der Lobbyisten und ihrer Auftraggeber. SPD, Grüne und Linke sind für ein solches Register; CDU und FDP halten sich sehr zurück. Die Skandale machen deutlich, dass wir ein solches Register brauchen „, so Klein in der FAZ. Nun soll auch noch die letzte Bastion der ungelenkten Meinungsäußerung der Bauern in den Internetforen unterwandert werden. Welch ein schäbiges Spiel! Hat der Bauernverband das nötig? Mit dieser verbalen Attacke auf die Internetforen schadet  der Bauernverband den Bauern, denn diese Peinlichkeiten schlage auf sie zurück. Es sei nur in diesem Zusammenhang an die konzertierte Aktion des Bauerverbandes gegen die Veröffentlichungen der Agrarsubventionen erinnert, die dann für die Bauern - und nicht für den Bauernverband- zum Rohrkrepierer wurde. Ich bin zwar kein Hellseher, aber ich wette darauf, dass der Bauernverband gegen Lobbytransparenz ist. Oder ?

 

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