Bauernverband schützt weiterhin gewerbliche Großmäster!

Veröffentlicht auf von Karl-Dieter Specht

Bauernverband schützt weiterhin gewerbliche Großmäster!EMB-Fougeres-13-09-10-015-T

Oder:  Das Spiel mit den gezinkten Karten!

 

Kommentar vom SV Karl-Dieter Specht

 

Alles klang so wunderschön. Man wollte die Kapitalgesellschaften und die gewerblichen Großmäster an die Kette legen. Deshalb  forderte der Bauernverband  öffentlichkeitswirksam eine Änderung des Bundesbaugesetzes. Und was ist passiert?  Klammheimlich und fast unter Ausschluss der Öffentlichkeit wurde ein Antrag der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen, der die Forderung des Bauernverbandes zum (fast) gleichen Inhalt hatte, mit den Stimmen der CDU/CSU und der FDP im Bundestag abgelehnt. Und das vor dem Hintergrund, dass sich immer mehr gewerbliche Massentierhalter breitmanchen.

Prof. Dr. Wilhelm Söfker aus Bonn machte in seinem Vortrag klar, dass die Gemeinden Steuerungsmöglichkeiten bei Stallbauplänen haben. Und von diesen Möglichkeiten machen sie mehr und mehr Gebrauch. Das gilt vor allem bei gewerblichen Stallbauten, die in einigen deutschen Landkreisen bereits über 90 % der Stallbauvorhaben ausmachen(Quelle: topagrar).


Anmerkungen: Anstatt die Landkreise bei ihren Bemühungen um die Verhinderung von  Bauten zur gewerblicher Massentierhaltung zu unterstützen, schlägt sich der Bauernverband klamm heimlich auf die Seite der Massentierhalter. Nach dem Motto: Hoffentlich merkt es keiner!

Hessen:„Die Landesregierung will keine industriellen Agrarfabriken und wir wollen keinen Rückzug der Landwirtschaft aus der Fläche.“ Das sagte Hessens Landwirtschaftsministerin Lucia Puttrich gestern bei der Eröffnung der 56. Landwirtschaftlichen Woche im südhessischen Gernsheim. Die Wiesbadener Koalition werde alles tun, um die Landwirte zu unterstützten, damit diese wettbewerbsfähig, zukunftsorientiert und erfolgreich sein können, zitiert der Bergsträßer Anzeiger die Ministerin (Quelle: topagrar)

Anmerkungen: Erstaunliches hört man von der hessischen  CDU-Landwirtschaftsministerin Lucia Puttrich. Sie ist, so ist zu lesen, gegen industrielle Agrarfabriken. Warum hat sie denn nicht  das Abstimmungsverhalten ihrer Parteifreunde im Bundestag öffentlich gerügt? Denn gerade der Antrag des Bündnis 90/Die Grünen beinhaltete ja gerade das Verbot von gewerblicher Massentierhaltung im Außenbereich, dass Puttrich  ja angeblich auch will. Lippenbekenntnisse genügen nicht mehr. An den Taten wird man sie erkennen. Und schon recht bald!

 Peter Ramsauer, im Präsidium des Deutschen Bauernverbandes (DBV). „Ich schaue genau hin, dass bäuerliches Eigentum nicht ausgehöhlt wird“, sagte Minister Ramsauer vor den Präsidenten und Hauptgeschäftsführern der 18 Landesbauernverbände.

 Zum sogenannten Bauprivileg für Landwirte, dem Bauen im Außenbereich von Ställen und anderen landwirtschaftlichen Gebäuden, betonte der Bundesminister, dass diese Regelungen auch weiterhin notwendig seien (Quelle:dlz).

 

Anmerkungen: Von Änderungen keine Spur. Ganz nach dem Geschmack des Bauernverbandes. Denn dieser spielt mit gezinkten Karten. Öffentlichkeitswirksam setzt er sich für den bäuerlichen Familienbetrieb ein, um sich dann durch die Hintertür auf die Seite der gewerblichen Großmäster/ Massentierhalter zu schlagen. Die auf Masse frisierte Landwirtschaft in Kombination mit der gewerblichen Massentierhaltung stößt an ihre ökologischen Grenzen. Dies erkennen immer mehr Bürger und lehnen schon heute diese Art der Landwirtschaft ab. Dieser Sinneswandel ist dem Bauernverband nicht verborgen geblieben. Deshalb unternimmt er für die gewerblichen Massentierhalter  alles, um noch zu retten was zu retten ist.  Dabei scheint ihm jedes Mittel recht zu sein. Dass dabei die sachliche Information auf der Strecke bleibt,  wird billigend mit in Kauf genommen.  Dieser „linke Schachzug“ des Bauernverbandes wird wie eine Seifenblase zerplatzen. Die Bevölkerung lässt sich nicht mehr länger vom Bauernverband  für dumm verkaufen.

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