In eigener Sache!
In eigener Sache!
Mitten im prallen Leben hat es bei mir gesundheitlich wie eine Bombe eingeschlagen. Was ich ist bisher als Selbstverständlichkeit betrachtete, wird auf einmal infrage gestellt. Die Gesundheit, so habe ich inzwischen gelernt, ist keine Selbstverständlichkeit sondern ein hohes Gut der Natur, das pfleglich zu behandeln ist. Diese Erkenntnis ist auch bei mir in der letzten Zeit mehr und mehr gereift, und ich sehe viele Dinge jetzt mit ganz andern Augen. Diese Erkenntnis wünsche ich auch jenen Wachstumsfanatikern, die meinen, dass“ Wachstum um jeden Preis“ alle Mittel heiligt. Dass sie dabei die Gesundheit Ihrer Familien auf Spiel setzen ist nur eine Seite der Medaille. Mit der illusionären Hoffnung auf dem Weltmarkt mithalten zu können - was sie aus den so oft von mir dargelegten Gründen nicht können- leisten sie bewusst oder unbewusst der industriellen Tierhaltung Vorschub. Die Erfolge des so definierten Wachstums kommen – wenn überhaupt - nur wenigen Bauern (Industrielle)zugute. Die meisten Bauern gehen dabei leer aus. Ein System, das nur wenige Begünstigte hervorbringt, ist kritisch zu hinterfragen. Wachsen um seiner selbst willen führt in die Irre, degradiert den Menschen und reduziert ihn zur betriebswirtschaftlichen Manövriermasse. Diese Wachstumsphilosophie ist rückwärtsgewandt und nicht geeignet, die Probleme der Zukunft zu lösen. Umdenken ist also angesagt!
Nach einem Krankenhausaufenthalt und einer anschließenden Reha-Maßnahme befinde ich mich wieder auf dem Wege der Besserung. Auf ärztliches Anraten hin bewege ich mit zurzeit nur mit „langsamer Fahrt voraus“. Diese „ langsame Fahrt“ muss ich noch eine ganze Weile beibehalten. Deshalb nehme ich mir eine Auszeit, um mich danach mit „voller Kraft“ wieder für unsere bäuerlichen Familienbetriebe - in gewohnter Form - einzusetzen. Bis dahin - frohes und sinnvolles Schaffen!