Erneuerbare Energien : Biogaserzeugung ein Flop?

Veröffentlicht auf von Karl-Dieter Specht

26.04.2010 10;45;34Erneuerbare Energien –  Biogaserzeugung ein Flop ?

Brisantes Gutachten des wissenschaftlichen Beirates des Bundesfinanzministeriums

zum Thema „Erneuerbare Energie“ wurde aus dem Verkehr gezogen!

 

In einem Gutachten für das Bundesfinanzministerium stellt der „Wissenschaftliche Beirat“ die Verminderung des CO2 Ausstoßes durch die Förderung der erneuerbaren Energie infrage. Grund: Der  mit Hilfe des EEG geförderte Ausbau der regenerativen Energie zur Verminderung der CO2 Emissionen wird durch andere Länder, die sich nicht an der CO2- Begrenzung beteiligen, mehr als kompensiert. Insoweit sind die Maßnahmen der Bundesregierung  noch nicht einmal ein Null-Summen-Spiel. Mehr noch: Sie kosten erhebliche Summen an Steuermitteln ohne ihren angedachten Zweck zu erfüllen. In diesem Zusammenhang werden 62 Mrd. Euro genannt, die zusätzlich durch die Bürger und die Wirtschaft aufzubringen sind. Deshalb ist diese Art der Förderung unter den jetzigen Vorzeichen kontraproduktiv.

Was heiß das für die Landwirtschaft?

Durch das  EEG (Energieeinspeisungsgesetz) wird die Erzeugung von regenerativer Energie gefördert. Die Förderung erfolgt über die ins Netz gegebene Leitung und schlägt sich unmittelbar auf den Strompreis der Bürger nieder. Aufgrund dieser Förderung wurde die Anbaufläche für nachwachsende Rohstoffe von zirka 400.000 Hektar (2007) auf 530.000 Hektar (2009) ausgeweitet.

 

Wettbewerb findet nicht statt

Unter Ausschluss des Wettbewerbs verfügt dieser Wirtschaftszweig über eine Planungssicherheit von 20 Jahren. Nun steht dieser Betriebszweig im Flächenwettbewerb mit der Milch-und flächenabhängigen Veredlungsproduktion ohne sich im Wettbewerb behaupten zu müssen. Erst bei einem Milchgeldauszahlungspreis von zirka 34 Cents/kg Milch besteht eine „gewisse“ Waffengleichheit zwischen Milch-und Biogasproduktion. Auch der „Wissenschaftliche Beirat“ des Bundeslandwirtschaftsministeriums schlägt in die gleiche Kerbe. Er kritisiert die hohe Subventionierung von Biogas auf Maisbasis. Dieses Verfahren sei energetisch und  klimapolitisch ineffizient. Die Wissenschaftler fordern einen behutsamen Förderungsumbau zugunsten von Gülle und Reststoffen.

 Nachhaltige Landwirtschaft – Fehlanzeige ?

Zudem wird als „Nachwachsende Rohstoffe“ meistens Mais in Monokultur oder in engen Fruchtfolgen angebaut. Diese intensive Nutzung des Bodens belastet das Grundwasser, führt zu Bodenerosionen und ist der Biodiversität abträglich. Zu diesen negativen  Vorzeichen gesellen sich nun noch die Bedenken des „Wissenschaftlichen Beirates“ des Bundesfinanzministeriums.

 

Wildwüchse müssen abgebaut werden

Dass diese Bedenken schon heute Anhänger finden, ist an den Äußerungen des Bundesfinanzministeriums zu erkennen. Im Rahmen der Sanierung des Bundeshaushaltes wird schon über eine Kürzung der Subventionen im Energiebereich nachgedacht. Die Landwirtschaft muss sich rechtzeitig darauf einstellen und Wildwüchse in diesem Bereich abbauen.

Weitere Infos unter http://specht.over-blog.de

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