HSH - Nordbank- die unendliche Geschichte
HSH - Nordbank- die unendliche Geschichte
Vom Global- Player zur Pleitebank
Mit einer gigantischen Eröffungsparty 16. Juni 2003 hoben die Stadt Hamburg und das Land Schleswig-Holstein ihr gemeinsame Baby, die HSH Nordbank aus der Taufe. 4500 geladene Gäste waren in die Color Line Arena gekommen. Als Überraschungsgast ließ man US-Megastar Bon Jovi einfliegen. Die Kosten dieses Spektakels blieben geheim. In diesen Kreisen spricht man nicht über Geld- das hat man!
Aufgrund der boomenden Schifffahrt lief alles wie geschmiert. Im wahrsten Sinne des Wortes, denn Schmieren gehörte (gehört) u.a. auch zum Geschäftsmodell der HSH Nordbank wie das Amen in der Kirche. Die ehem. hohen Ausschüttungen der Bank an ihre Anteilseigner Hamburg und Schleswig-Holstein ließen alle Kritik verstummen. Mehr noch: Geldgier ersetzt den Verstand und das bei den Politikern, die immer mehr wollten, denn geldsüchtig waren sie alle. Wehe dem -der es wagte - das goldene Kalb in Frage zu stellen, der wurde nur mitleidig belächelt, ob der Unfähigkeit in globalen Zusammenhängen zu denken, Geld zu verdienen und zu handeln. Eben ein „Provinzler!“
Dann – und dann- kam die Finanzkrise. Fast über Nacht mutierte die so stolze HSH-Nordbank zur Schrottbank und damit zur Belastung für den Steuerzahler. Verheißungsvolle Schiffskredite wurden notleidend. Windige Finanzgeschäfte brachten Verluste. Kurzum: Der Tanz um das goldene Kalb fand ein jähes Ende.
In 2013 klang das noch so :
Finanzministerin S-H Heinholt: „Die Bank rechne damit, dass ab 2019 insgesamt 1,3 Milliarden Euro der Garantie gezogen werden müssen. ‘ Die aktuelle Prognose für 2025 sagt, dass das aus dem aufgelaufenen Garantiezins, den die Bank zahlen muss, gedeckt werden kann', meinte Heinold. Aber das sei nur eine Momentaufnahme. 'Wir haben oft genug erlebt, wie schnell sich solche Zahlen verändern.' Klar sei, dass das Land der Bank keine Risikopapiere abnehmen werde. 'Wir haben uns dagegen entschieden', betonte die Finanzministerin. Ein Verkauf der HSH-Anteile des Landes sei 'nicht in Planung(Quelle."('Wallstreet online).
Anmerkungen-Stand 2016: Die Landesregierung nimmt, entgegen ihrer Ankündigung, der HSH Nordbank Schrottpapiere in Höhe von 6,2 Mrd € ab. Darüber hinaus verbürgen sich die Stadt Hamburg und Schleswig- Holstein mit weiteren 10Mrd.€ gegenüber der Bank. Experten gehen davon aus, dass diese 10Mrd. € ebenfalls notleidend werden. Das Ende ist für den Steuerzahler nach oben noch offen!
Dazu der Steuerzahlerbund: „Die Auffassung der Politik, die «HSH Nordbank ist eine eierlegende Wollmilchsau ist lange widerlegt», sagte Altmann. Es sei fraglich, ob die Bank jemals wieder Geld in die Kassen der Eigner bringe. «Wir möchten nicht, dass diese Bank weiter zockt auf dem Rücken der Steuerzahler.“