Kreis Segeberg
Berichte in der heimischen Presse über Nutzung des Dienstwagens unserer Frau Landrätin
So sehe ich das
Nun also doch! Es wird wieder über den Dienstwagengebrauch unserer höchsten Repräsentanten
des Kreises gesprochen. Aber wie ! Der Bericht der SZ vom 18. September ist voll von Rechtfertigungen der daran Beteiligten, warum, weshalb und wieso die eine oder andere Fahrt „dienstlich“ oder „nicht dienstlich“ zu bewerten ist. Anstatt selbst in die Offensive zu gehen, ziehen sich unsere Repräsentanten hinter gesetzlichen Regelungen zurück und überlassen deren Erläuterungen oft und gerne untergeordneten Dienststellen oder Politikern. Was für eine Verhaltensweise ! Die Landrätin und der Kreispräsident üben beide politische Ämter aus. Sie haben sich in freier Entscheidung um die höchsten Ämter im Kreis beworben und sind gewählt worden. Kraft ihres Amtes stehen sie natürlich mit „all ihrem Tun“ im Focus der Öffentlichkeit. Vorbildfunktionen, moralische Integrität und wirtschaftliches Handeln lassen sich nicht nur auf gesetzliche Rahmenbedingungen reduzieren, sondern sind weit mehr! Dazu gehört, dass die Repräsentanten ihr eigenes Verhalten ständig hinterfragen , Dinge korrigieren, verändern und alte liebgewordene Zöpfe abschneiden, um so zu moralischen und wirtschaftlichen Repräsentanten des Kreises zu werden. Wenn diese Auffassung von den Repräsentanten unseres Kreises verinnerlicht wird – die Hoffnung stirbt zuletzt – dann sind natürlich die Dienstwagen unserer Repräsentanten eines von vielen Themen, die sie schleunigst aufgreifen sollten. Der Bürger fragt sich zu Recht, warum die Landrätin einen Dienstwagen der gehobenen Oberklasse fahren muss? Nach ihrem Bekunden fährt sie selbst privat einen VW; im Dienst jedoch, muss es aber ein Oberklassewagen mit Fahrer sein. Welch eine Mutation hat diese Frau in der letzten Zeit durchlebt! „Ein Weniger“ wäre in diesem Fall
mehr. Neben der moralischen Rechtfertigung ist auch die finanzielle Seite dieser Verhaltensweise zu betrachten: Gemäß (autobild.de) belaufen sich die Kilometerkosten eines PKW (ohne Fahrer) der gehobenen Oberklasse zwischen 0,94€7km - 1,10€/km. Die Kosten einer Mittelklasselimousine( VW-Golf ) liegen bei 0,44 €/km . Der Unterschied zeigt an, wo man u.a. „unser aller Geld“ noch einsparen kann. Neben der Limousine der Landrätin wird, so ist in der Presse zu lesen, auch noch ein Dienstwagen für den Kreispräsidenten vorgehalten. Das ist meiner Ansicht des Guten zu viel! Die beiden Repräsentanten können sich einen Dienstwagen der Mittelkasse teilen. Durch Terminabsprachen und der Nutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln lässt sich das organisieren. Zusätzlich steht den Repräsentanten auch noch der Fuhrpark des Kreises zu Verfügung. Hier ist politischer Handlungsbedarf angesagt, wenn die Glaubwürdigkeit nicht den Bach runtergehen soll !