Finanzkrise

Veröffentlicht auf von Karl-Dieter Specht

So sehe ich das

 

                                                   Die Seifenblase ist geplatzt

Mit dem Gesetz, das die Trennung zwischen Banken auf der einen Seite und den Investmentbanken  und Versicherungen auf der anderen Seite festschrieb, wurden die strengen gesetzlichen Auflagen der Banken für die Investmentbanken und Versicherungen in den USA außer Kraft gesetzt. Fast frei von gesetzlicher Kontrolle konnten  sich die Investmentbanker am Kapitalmarkt tummeln. Die Jagd nach dem großen Geld begann. Immer neue Finanzprodukte, gespickt mit Spekulationen, überschwemmten den Finanzmarkt.  Eine Dynamik der Geldgier nahm seinen Verlauf an deren Ende der Wahnsinn zur Methode wurde. Getrieben von Geldgier, verscherbelten die Banker unsichere Kredite als Top-Anlagen und sackten somit enorme Gewinne ein. Der Anteil der Gewinne des US-Finanzsektors an den Wirtschaftsleistungen der USA hat sich im Zeitraum 1982-2007 versechsfacht. Die Banker „eroberten“  so ein Drittel aller Unternehmensgewinne . Diese „Erfolge „machten auch unsere Banker hellhörig. Sie wollten ja auch an das große Geld. Insbesondere die Landesbanken erweiterten ihre Geschäftsfelder um den risikoreichen Investmentbereich. Am Anfang flossen, aufgrund satter Gewinne, erhebliche Geldbeträge in die zum Teil maroden Landeshaushalte. Alle freuten sich und waren zufrieden. Dann ging es Schlag auf Schlag: Die britische Großbank HSBC kündigte im Februar 2007 die Erhöhung ihrer Rücklagen wegen der Immobilienkrise in den USA an. Im Sommer 2007 erwischte des dann die Hedgefonds der amerikanischen Investmentbank Baer Stearms. Nun waren die Landesbanken dran! Zuerst stand die IKB vor dem Aus, gefolgt von der Sachsen-LB ; darüber hinaus müssen andere Landesbanken wie die West-LB, die HSH, die KfW, die Bayern-LB, die LBBW usw. riesige Wertberichtigungen durchführen. Allein Lehman Brothers schuldet den Landesbanken 1,7 Milliarden €. Insgesamt flossen (bisher) 20 Milliarden € in Stützungsaktionen für angeschlagene staatliche Banken( mehr oder weniger öffentlich).Pikant wird es erst, wenn man das Handeln der Landesbanker unter dem Anspruch ihrer Aufgabe sieht, die da lautet:“ den Sparkassen ein leistungsfähiger Partner zu sein zur finanziellen Versorgung privater Bürger und des Mittelstandes“, dann ist ihr Pokern als ein Stück aus dem Tollhaus zu bezeichnen. Die öffentlichen Banken haben, so  Insider, die meisten faulen Kredite zu beklagen. Politiker und Sparkassenvertreter in den Verwaltungsräten hätten diese riskanten Spekulationen verhindern müssen. Wahrscheinlich waren die Gewinnraten der Risikopapiere so üppig, dass jedes Gefühl für eine Risikobewertung beim Blick auf die Gewinne ausgeblendet wurde. Unterstützt wurden sie dabei von Ratingagenturen, die oft alles nur durch eine rosarote Brille sahen. Was bleibt ?  Die Eigentümer der Landesbanken sind die Länder und Kommunen. D.d. letztlich zahlen wir alle die Zeche!  - Bis auf ein Neues !

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