Bürgermeisterwahl in Bad Segeberg : Die Vernunft hat gesiegt !

Veröffentlicht auf von Karl-Dieter Specht

So sehe ich das

 

Bürgermeisterwahl in Bad Segeberg: Die Vernunft hat gesiegt!

Mit einer hauchdünnen Mehrheit von nur 45 Stimmen gewann der SPD Kandidat ,Dieter Schönfeld ,das Rennen um das Bürgermeisteramt in Bad Segeberg.

In einem Wahlkampf, der unterschiedlicher nicht seien konnte, versuchten beide Kandidaten auf ihre

Weise zu Punkten. Die Kandidatin, Frau Monika Oestereich, (parteilos) setzte ganz auf das Prinzip Hoffnung. Nach dem Motto: „Blühende Landschaften müssen für Bad Segeberg her“! Ein Füllhorn von Maßnahmen wie: Bahnhof am ZOB-Gelände, Anbindung der Innerstadt an den Bahnhof, Neugestaltung des Ihlseegeländes ( Neubau eines Restaurants ) bis hin zur „Einwerbung“ der Landesgartenschau nach Bad Segeberg, schlug sie den Bürgern vor. Wie das alles im Anblick der desolaten Finanzlage der Stadt zu finanzieren sei, ließ sie offen!

Im Gegensatz zu seiner Mitbewerberin setzte Dieter Schönfeld seinen Schwerpunkt auf die Sanierung des Haushaltes.“ Erst nach einer eingehenden Bestandsaufnahme könne man über weitere Projekte reden“, war sein Slogan.

Zwischen diesen beiden Ausgangspositionen der Kandidaten mussten sich die Wähler entscheiden. Und sie haben sich entschieden! Nämlich: Für die Sanierung des Haushaltes und damit für die Zukunft der Stadt Bad Segeberg!  Für Frau Monika Oestreich bleibt nur die Erkenntnis, dass man mit Speck zwar Mäuse fangen kann – aber keine „Segeberger Wähler!

Ein Ergebnis ist betrüblich: Die Wahlbeteiligung! Lag sie bei der letzten Bürgermeisterwahl noch bei 50,34 Prozent, so sackte sie jetzt auf 37,43 Prozent ab. Innerhalb der Amtszeit von Bürgermeister Hampel ist ein vermehrtes Desinteresse der Bürger an der Bürgermeisterwahl zu konstatieren. Die politisch Verantwortlichen sind aufgerufen darüber nachzudenken, warum die Bürger in Scharen der Wahlurne fernblieben!

Wie geht es weiter?

Kurz nach seiner Wahl zum Bürgermeister der Stadt Bad Segeberg äußerte sich Schönfeld folgendermaßen:„Er wolle Bad Segeberg dorthin bringen, wo die Stadt hingehört: In die Spitzengruppe der Kreisstädte in Schleswig-Holstein“. Ein starke Aussage, an der sich der neue Bürgermeister in Zukunft messen lassen muss! Vor dem Hintergrund eines schon fast chronischen Haushaltsdefizites von fast 5 Mio. Euro im Jahr und einer Schuldenlast von fast 20 Mio. Euro, die unter Bürgermeister Hampel um zirka 8 Mio. Euro zugenommen hat, ist das ein Unterfangen, das nur gelingen kann, wenn „das Rathaus“ und „die Bürger“ an einem Strang ziehen. Grundvoraussetzung einer gedeihlichen Zusammenarbeit ist der glaubhafte Wille der Verwaltung und der Mandatsträger, die Sanierung des Haushaltes nun endlich in Angriff zu nehmen. Als Erstes muss der Verwaltungshaushalt auf den Prüfstand. Hier darf es keine Tabus geben! Erst wenn die Bürger das Gefühl haben, „die da oben“ machen Ernst, ist auch der Bürger bereit, Opfer zu tragen. Denn ohne Opfer der Bürger wird die Sanierung des Haushaltes nicht gelingen! Nur Mut !

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