Bad Segeberg : Nicht zu Ende gedacht

Veröffentlicht auf von Karl-Dieter Specht

So sehe ich das

Nicht zu Ende gedacht

Mit Recht setzt sich Michael Stamp in seinem Beitrag unter der Rubrik -„ So sehe ich das „ – in der Segeberger Zeitung kritisch mit allgemeinen Marketingfragen in Sachen Öffentlichkeitsarbeit für die Stadt Bad Segeberg auseinander. Nüchtern stellt er fest, dass das Stadt-Marketing nicht von der Stadt selbst wahrgenommen wird, sondern dies durch private Initiativen ansässiger Firmen in Bad Segeberg geschieht. In zwangloser Reihenfolge werden dann jene Betriebe oder Unternehmen genannt, die durch entsprechende überregionale Aktionen für ihre Kunden Werbung machen. Das hat aber nichts mit Stadt-Marketing zu tun. Das ist schlichtweg Kunden-Marketing. Insoweit hinkt diese Schlussfolgerung. Ein Schuh könnte daraus werden, wenn es gelingt, das unterschiedliche Interesse der aktiv Handelnden zu gemeinsamen Aktionen zu bewegen, die den Namen Stadt-Marketing auch verdienen. Dazu braucht es nicht nur Geld, sondern Ideen, die ja bekanntlich nichts kosten. Eingefahrene Verhaltensstrukturen müssen aufgebrochen werden. Bisher geht es nach dem Motto: Jeder kocht sein eigenes Süppchen. Die stadteigene Stadt-Marketing GmbH, so beklagt Klaus Stamp, ist in diesem Spiel nur Zaungast. Die Begründung liefert er prompt mit: Die Stadt- Marketing GmbH hat nicht genug Geld. Eine Erkenntnis, die er ohne weiteres auf die Stadt Bad Segeberg hätte übertragen können. Aber dazu kein Wort ! Spätestens in der 275. Ausgabe der Segeberger Zeitung hätte er unter der Überschrift „Haushaltsdefizit macht es nötig: Stadt hebt Hundesteuer an“ lesen können, wie es um die Finanzen der Stadt bestellt ist. Schon lange sitzt der Kieler Innenmister in Bad Segeberg mit am Tisch, wenn es um den Haushalt geht. Eine Tatsache, die uns Bürger bedrückt und der Stadt jedweden Finanzspielraum nimmt. Deshalb die schlichte Antwort: Die Stadt hat einfach kein Geld! Die Lage ist so dramatisch, dass es ohne eine „Konzertierte Aktion Aller“ so nicht mehr weitergehen kann! Den Kommunalpolitikern kann man das Feld nicht mehr alleine überlassen. Die haben bisher den Rutsch in die Schuldenfalle nicht verhindert. Wie wären es, wenn alle Lokalredakteure gemeinsam eine „Aktionsgemeinschaft zur Rettung der Segeberger Finanzen „mit ins Leben rufen würden, die den Stadtvertretern beratend zur Seite steht? Eine solche „Konzertierte Aktion „würde bei den Lesern und darüber hinaus mit Sicherheit gut ankommen. Diese Aktionsgemeinschaft muss für alle offen sein, denn alle werden in irgendeiner Weise von den Sparmaßnahmen betroffen sein. Es geht um die Zukunftsfähigkeit der Stadt. Nicht klagen, sondern gemeinsames Handeln ist jetzt gefordert! Dann lassen sich auch die Finanzprobleme der Stadt-Marketing GmbH lösen.

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