Amt Leezen : Das Zaudern und Zögern hat nun ein Ende
So sehe ich das
Schulzentrum Leezen:
Das Zaudern und Zögern hat nun ein Ende !
Auf der letzten Amtsausschusssitzung des Amtes Leezen in Högersdorf machte das Gremium Nägel mit Köpfen. Es wurde ein umfangreiches Investitionspaket in Höhe von fast einer Millionen Euro zur Sanierung des Schulzentrums in Leezen auf den Weg gebracht. Man will sich, so der Tenor aller Ausschussmitglieder, für die Einrichtung einer Gemeinschaftsschule in Leezen fit machen. Außerdem war zu hören, dass zirka 67 Eltern aus dem Amtsbereich sich mit dem Gedanken tragen, ihre Kinder in der „zukünftigen“ Gemeinschaftsschule anzumelden. Damit hätte man die magische Zahl von 60 Kindern erreicht, die u.a. als Voraussetzung zur Einrichtung einer Gemeinschaftsschule vom Kultusministerium vorgegeben ist. Allemal bleibt es eine Zitterpartie und die Genehmigung zur Einrichtung einer Gemeinschaftsschule steht ja noch aus. Vor diesem Hintergrund ist natürlich kritisch zu hinterfragen, ob das Investitionspaket, verbunden mit der Ankündigung von möglichen 67 Anmeldungen reicht, um langfristig eine Gemeinschaftsschule in Leezen zu sichern? Gehört nicht viel mehr dazu? Mit einem unter „professioneller“ Hilfe erarbeitetes Konzept zur Einrichtung einer Gemeinschaftsschule will man punkten. In diesem Konzept wird der gemeinsame Wille der Lehrerkonferenz, der Schulkonferenz und des Schulträgers zum Ausdruck gebracht, die Schule in Leezen weiter zu entwickeln. Plakativ und griffig werden Leitlinien und Konzepte vorgestellt, die moderne Unterrichtsformen dokumentieren, Lerninhalte werden sauber aufgearbeitet, didaktisch gut konzipiert, kurzum: Ein Bewerbungskonzept! Klickt man jedoch die Homepage der Schule an, so stellt man nüchtern fest, dass der Wind der Erneuerung auf der Internetseite noch nicht angekommen ist. Auf der Internetseite der Schule tut sich im wahrsten Sinne des Wortes eine Informationswüste auf. Auch die Einrichtung der offenen Ganztagsschule in 2006 ist nicht der Knüller! Von den insgesamt 574 Schüler/innen nehmen 192 Schüler/innen das Angebot der Schule wahr. Diese werden von sieben Betreuungskräften betreut. Demnach betreut eine Betreuungskraft 27 Schüler/innen. Eine flankierende, pädagogische, fachliche Begleitung und Beratung durch Lehrkräfte sucht man vergebens! Lehrkräfte werden im Betreuungsbereich nicht eingesetzt! Wo bleibt da die allumfassende Kompetenz der Schule über den allgemeinen Schulalltag hinaus? Ein Fördern und Fordern, wie in dem Konzept beschrieben, ist unter den z.Z. gegebenen Umständen nur eingeschränkt möglich. Hier muss die Schule noch gewaltig nachlegen, wenn sie ihr selbst gestecktes Ziel erreichen will. Was den Schulträger anbelangt, so hat dieser seine Hausaufgaben gemacht bzw. in Auftrag gegeben. Bleibt nur zu hoffen, dass die Schule auch ihre Hausaufgaben macht, damit das Vorhaben Gemeinschaftsschule für alle Beteiligten eine „runde Sache“ wird. Die Infrastruktur ist vorhanden, das Konzept steht und wartet nur auf seine Umsetzung. Nicht der Schulträger, nicht die Eltern sondern allein die Schule mit ihrem Angebot an die Eltern entscheidet darüber, ob die Gemeinschaftsschule in Leezen eine Zukunft hat. Hoffen wir, dass die Schule den richtigen Weg einschlägt. Hier ist Kreativität und Leistungsbereitschaft aller Lehrkräfte gefragt, die sie ja im Konzept zugesichert haben.