Stadt Bad Segeberg : Wecken von Begehrlichkeiten
So sehe ich das
Wecken von Begehrlichkeiten
Der 2002 ins Leben gerufene Stadtbus wird mit den Jahren von immer mehr Bürgern der Stadt angenommen. Dennoch muss die Stadt bis heute erhebliche Steuergelder aufwenden, um dieses Angebot für die Bürger aufrecht zu erhalten. Nun hat die Freie Wählergemeinschaft (Bürgerblock Bad Segeberg ( BBS )) eine zündende Idee: Der Stadtbusverkehr soll weiter ausgebaut werden. Einen Antrag des BBS zur Prüfung einer Routenerweiterung durch die Verwaltung wurde durch die Stadtvertretung angenommen. Mehr noch: Die SPD legte nach! Auch die neu entstehenden Baugebiete müssen in die Prüfung mit eingebunden werden. Man spricht in diesem Zusammenhang von einer dritten Linie. Nur, wie das alles bezahlt werden soll, das sagt keiner der Stadtpolitiker. Die Verwaltung soll erst einmal prüfen. Was soll sie denn prüfen? Ob noch Geld vorhanden ist? Diese Antwort hätten die Stadtpolitiker gleich selbst mitliefern können, denn es ist kein Geld in der Stadtkasse. Auch eine Gegenfinanzierung ist nicht zu erkennen. Zumindest hat man mit diesem Antrag erst einmal Begehrlichkeiten geweckt, die beim Bürger ja gut ankommen! Wie lange noch ? Alle in den letzten Jahren durch die Stadtvertretung beschlossenen Initiativen wie: Stadtbus, Fledermauszentrum GmbH (Noctalis), Stadtmarketing Bad Segeberg GmbH und die Photovoltaik- Offensive der Stadt sind defizitär. Dieses defizitäre Schaulaufen um die Gunst der Wähler in der Stadtvertretung muss ein Ende haben. Wann wird mit konstruktiven Vorschlägen der weiteren Verschuldung der Stadt entgegengewirkt? Wo bleiben die Konzepte und zündenden Ideen? Allein die Tatsache, dass mal locker 120.000 € für die 875Jahr-Feier der Stadt in diesem Jahr zusätzlich verbrannt werden macht deutlich, dass die Stadtpolitiker den Ernst der Lage noch nicht erkannt haben bzw. nicht erkennen wollen! Vor diesem Hintergrund sind die Ankündigungen des zukünftigen Bürgermeisters Dieter Schönfeld sehr zu begrüßen, der der Sanierung des Haushaltes den höchsten Stellenwert einräumt. Spätestens 2011 will Schönfeld einen ausgeglichenen Haushalt vorlegen. Ein Vorhaben, das es in sich hat. Bleibt nur zu hoffen, dass die Stadtvertretung den ehrgeizigen Zielen des Bürgermeisters folgt. Wenn es gelingt die Bürger auf dem sicherlich harten Sparkurs mitzunehmen, kann es gelingen. Das setzt aber voraus, dass alle Entscheidungen für die Bürger nachvollziehbar, gerecht und zukunftsorientiert sind. Bei diesem Vorhaben muss die Stadtvertretung konstruktiv mitarbeiten. Eine Alternative gibt es nicht!