Milchkrise: Es geht schlicht und ergreifend um die Existenz der bäuerlichen Milchviehbetriebe!

Veröffentlicht auf von Karl-Dieter Specht

EMB-Fougeres-13-09-10-015-TMilchkrise: Es geht schlicht und ergreifend um die Existenz der bäuerlichen Milchviehbetriebe!

Liebe Leserinnen und Leser ,

das Berteiben eines „eigenen“ Blogs war von mir  anfangs nur dazu gedacht,  um aus eigener kommunalpolitischer Erfahrung heraus  zu unterschiedlichen politischen Themen Stellung zu nehmen. Dann kam die Milchkrise! Sofort erkannte ich, gerade aufgrund meiner ehemaligen Erfahrungen als Milchviehhalter, Vorstandsmitglied einer  Meiereigenossenschaft und Bürgermeister einer Landgemeinde in Schleswig-Holstein, dass das vom Bauernverband  immer wieder lauthals heraus posaunte Wachsen oder Weichen ohne Markt die bäuerlichen Familienbetriebe in ihrer Existenz gefährdet. Mit entsprechendem Sachverstand eines“ Landwirtschaftlichen Sachverständigen für das Gesamtgebiet der Landwirtschaft“ ausgerüstet, nahm und nehme ich  in meinem Blog zu Fragen der Milchwirtschaft Stellung (back to the roots). Sprunghaft stiegen die Besucherzahlen meines Blogs an. Über 50.000 Erstbesucher mit insgesamt über 73.000 angesehenen Seiten sind das bisherige Ergebnis meines engagierten Eintretens für die  bäuerlichen Milchviehbetriebe. Es hat sich damit gezeigt, dass neben der veröffentlichten Meinung, die mehrheitlich durch den Bauernverband und der Milchindustrie geprägt wird, auch das Bedürfnis der Milchbauern und Konsumenten nach „ergänzenden und eigenständigen Informationen“ sehr groß ist.

                                                  Dabei blieb es aber nicht!

 Dabei blieb es aber nicht! Schon bald tingelte ich in Sachen Milchwirtschaft als Referent durch die Bundesrepublik. Neben den Veranstaltungen, deren Diskussionen oft bis spät nach Mitternacht andauerten, war und ist es für mich immer wieder ein Bedürfnis, Milchviehbetriebe in den unterschiedlichen Regionen zu besuchen und mit den Bauernfamilien über deren Probleme oder Erfolge zu sprechen. 

                                              Wegducken löst keine Probleme!

Die vielen Eindrücke, Erfahrungen und Besuche auf den Höfen haben mich in meiner Auffassung bestärkt, dass nur ein  entschiedenes Handeln und  nicht das „sich Wegducken“ die anstehenden Probleme lösen kann. Gerade die mitten im Leben stehenden Milchbauern mit ihren Familien , die ihre Betriebe kennen, wissen ganz genau - denn sie kennen ihre Zahlen - dass sie zu  Weltmarktbedingungen nicht produzieren können. Zu Weltmarktbedingungen heißt:  Nachhaltige Verluste in Kauf zu nehmen. Deshalb lassen sich die Milchbauern  von der Milchindustrie (es betrifft nicht alle Molkereien) und von Teilen des Bauernverbandes (die Vernunftbegabten sind zurzeit noch in der Minderheit)  kein X für ein U vormachen!

Marktorientiertes Handeln ist gefordert!

 Das hat auch die Kommission erkannt und fordert die Marktpartner zu einem marktorientieren Handeln auf( siehe auch den Bericht des Europäischen Rechnungshofes). Dass das notwendig ist zeigen die Attacken einzelner Länder, die Wachstum um jeden Preis wollen – natürlich- unterstützt von der Milchindustrie. Irland  will in Zukunft aufgrund seiner überaus günstigen Produktionsbedingungen ganz Europa mit Milchprodukten versorgen!

 

Der Amoklauf einzelner EU-Staaten muss verhindert werden!

Die vordringliche Aufgabe bis 2014 und danach wird es sein, den Amoklauf  einzelner EU-Staaten zur Produktionsausweitung ohne Markt gemeinsam zu verhindern und damit dem erneuten Verfall der Milchpreise entgegenzuwirken. Die Aussichten sind durch den Kommissionsvorschlag“ Milch“,  nicht schlecht, wenn gewisse Änderungen vorgenommen werden. Jetzt kommt es jetzt darauf an alle  vernunftbegabten Kräfte zu bündeln, um der Vernunft zum Durchbruch zu verhelfen. Hier ist jeder gefordert. Ein „ohne mich“ ist zwar bequem, aber zu kurz gedacht. Es geht schlicht und ergreifend um die Existenz  der bäuerlichen Milchviehbetriebe. Hoffentlich begreifen dass alle! Noch ist es Zeit! Nutzen wir diese Zeit, um für eine bäuerliche Ausrichtung der Milchwirtschaft Mehrheiten zu organisieren.

Wo bleiben die internationalen Kostenvergleiche?

Ein weiteres Problemfeld sind die internationalen Produktionskostenvergleiche auf Vollkostenbasis der Milchviehbetriebe in allen Erdteilen. Die Kenntnis internationaler Vollkosten vergleichbarer Betriebe ist im Rahmen der Globalisierung eine Orientierung für Politiker, Wissenschaftler, Berater und Milchbauern. Nur aufgrund verlässlicher, einheitlicher und vergleichbarer Daten lassen sich sachliche Entscheidungen für jede Ebene ableiten, um dann die richtigen Entscheidungen treffen zu können. Zwar ermittelt das IFCN nach einheitlichen und vergleichbaren Standards solche Vollkosten für Milchviehbetriebe in allen Erdteilen; jedoch nicht ohne Gegenleistung. Auf meine Anfrage an das IFCN (International Farm Comparison Network) erhielt ich aus den USA folgende Mail von Dr. Torsten Hemme(Chairman of the IFCN Dairy Network).

Ursprüngliche Nachricht-----
Von: Torsten Hemme [mailto:torsten.hemme@ifcndairy.org]
Gesendet: Samstag, 2. Oktober 2010 22:29
An: Karl Dieter
Betreff: Re: AW: IFCN-Report 2009/10

Hallo Herr Specht, leider hat sich in der deutschen Milchwirtschaft - von den Verbänden +Ministerien - bisher niemand dazu bereiterklärt das IFCN finanziell zu unterstützen. Aus diesem Grunde sind wir leider gezwungen den Report nur zu den vollen Produktionskosten abzugeben. Demnach liegt der Preis für den IFCN Report 2009 derzeit bei 950 Euro, der Dairy Report 2010 der in Kürze erscheint kostet 2500 Euro.

Gerne hätte ich es gesehen, die aktuellen Ergebnisse -ähnlich wie die des Dairy Reports 2007- der Milchwirtschaft öffentlich zugänglich zu machen - dann würden wir aber all unsere Ressourcen verlieren und müssten die Arbeit des IFCN einstellen.

Viele Grüße aus den USA

Torsten Hemme

 In einer anderen Mail heißt es weiter: Was sich Landwirte, Berater, Dozenten an TH/Unis, aber auch Banker, Molkereien wünschen sind Informationen wie es mit der Wettbewerbsfähigkeit der Milchwirtschaft bestellt ist. Banker und Molkereien haben durch ihre Größe die Möglichkeit dieses know how einzukaufen. Ein einzelner Landwirt, Berater oder auch Dozent hat dafür nicht die Mittel. Aus gerade diesem Grund übernimmt die öffentliche Hand (via Ministerium, ehemals Absatzfond, Organisationen wie das KTBL; AID) diese Aufgabe + stellt solche Informationen bereit.

Ich(Dr. Torsten Hemme) möchte noch einmal betonen:

a) Der IFCN Dairy Report (200 Seiten) ist Standardwerk der Milchwirtschaft weltweit.

b) Wir bekommen einmal pro Woche eine Anfrage zum Dairy Report aus Deutschland.

c) die anfragenden Personen wundern sich warum dies Wissen nicht breiter verfügbar gemacht werden kann und warum sich niemand dafür verantwortlich fühlt.

d) wir im IFCN sind gerne bereit nach Lösungen zu suchen dieses Wissen in Deutschland breiter zugänglich zu machen. In über 30 Ländern weltweit haben wir eine solche Lösung gefunden nur eben in Deutschland nicht.

Haben die Milchbauern das Nachsehen?

Aus diesem Mail-Verkehr lässt sich entnehmen, dass seit 2008 der Dairy-Report den Beratern und Milchbauern nicht mehr kostenlos zur Verfügung steht. Warum beteiligen sich die oben aufgeführten Ministerien, Verbände und Institutionen an diesem Projekt nicht, obwohl alle anderen Länder mit von der Partie sind und den Beratern und Landwirten diese Informationen kostenlos zur Verfügung stellen? Sollen die deutschen Milchbauern auch noch bei der Versorgung mit internationalen betriebswirtschaftlichen Daten gegenüber den „ anderen“ Milchbauern das Nachsehen haben?

 

 In einem Brief an die Ministerin, der auf der Homepage der Ministerin zu Abstimmung freigeschaltet wurde, habe ich um Antwort gebeten.

Nur jene Fragen, die in der Rangfolge auf den vordersten Plätzen landen, werden von  der Ministerin beantwortet.  Inzwischen ist die Abstimmungszeit abgelaufen und das Ergebnis liegt vor:

-Ursprüngliche Nachricht-----
Von: direktzu [mailto:noreply@direktzu.de]
Gesendet: Montag, 20. Dezember 2010 10:00
An: karl-dieter.specht@online.de
Betreff: Ihr Beitrag wurde als ein Top-Beitrag ausgewählt

Sehr geehrter Herr Karl-Dieter Specht,

Ihr Beitrag auf "direktzu Ilse Aigner" mit dem Titel "Förderung von Betriebsauswertungen" wurde als Top-Beitrag ausgewählt und bereits zur Beantwortung weitergeleitet!

 

Sie finden Ihren Top-Beitrag unter folgendem Link:

 

http://direktzu.de/aigner/messages/28278

 

Sobald eine Antwort veröffentlicht wird, werden Sie per E-Mail darüber informiert. Mit freundlichen Grüßen

Ihr Moderations-Team

 

                          Das ist Ihr Erfolg!

Liebe Leserinnen und Leser, das ist Ihr Erfolg! Ihre  zahlreiche Teilnahme an der Abstimmung hat zu diesem Ergebnis geführt. Nun sind wir alle gespannt, wie sich die Ministerin äußert. Auf jeden Fall werde ich die Antwort ins Netz stellen. Dann kann weiter (wenn erforderlich) diskutiert werden.

 

So, das wär`s für dieses Jahr!

Ich wünsche Ihnen allen ein frohes Weihnachtsfest, verbunden mit einem guten Rutsch ins „Neue Jahr 2011“. – Viel Glück und Erfolg im Stall (auch) 2011!

Ich mache mich mal- wenn nichts dazwischen kommt- bis zum Jahresanfang 2011 vom Acker.

Weihnachtliche Grüße aus dem schneebedeckten Norden!

        

 Ihr

Karl-Dieter Specht

 

Werbung
Um über die neuesten Artikel informiert zu werden, abonnieren:
Kommentiere diesen Post
J
<br /> Danke, für Ihre Antwort, Herr Specht!<br /> <br /> Leider habe ich bisher noch nichts von Ihnen gelesen... Daher meine "ausführlichen" Gedanken.<br /> <br /> Sie haben REcht - es ist von "Menschenhand" gemacht, was sich da an spekulativen Preisentwicklungen im Markt zeigt!<br /> <br /> Was Menschenhand "will" und "kann" sehen Sie derzeit am Preis für Streusalz.<br /> "Normal" für ca. 60-70 Euro/tonne - kostet das Zeugs derzeit 300 Euro/t.<br /> <br /> Wer verdient daran?<br /> Wohl kaum die Arbeiter vor Ort!<br /> <br /> In Sachen Milch - geht es da nicht ähnlich?<br /> Leute bestimmen den Preis, die mit der Urerzeugung rein gar nichts zu tun haben - und nicht wissen, was es kostet, einen Liter überhaupt kostendeckend zu erzeugen!<br /> Die "Händler" wollen (im allgemeinen) nur verdienen - und das auf Kosten Anderer, wenn es anders nicht geht!<br /> aber "wie" wollen Sie = besonnene Personen das ändern?<br /> <br /> Jetzt vor Allem, wenn die Quote weg fällt - und "einige Landwirte" in Unkenntnis des Umstandes, was MARKT BEDEUTET, weiter PRODUZIEREN AUF TEUFEL KOMM RAUS! Vollkommen uninteressiert daran, was das<br /> im Markt bewirkt.<br /> <br /> <br /> Die Händler/Discounter juckt doch auch nicht, wenn tausende Landwirte im Jahr vor die Hunde gehen - es gibt doch genug Milch - notfalls aus NZL oder Irland!<br /> <br /> da nehme ich mir die Freiheit - wie gestern - mal Käse für 27,90 euro/kg für das Silvester-Fondue zu kaufen... Oder "Bio-Milch" für den "schwapp" in die Kaffeetasse meiner Frau - oder den täglich<br /> angesetzten Kefir....<br /> <br /> "Mich" juckt der Preis für Butter, Milch oder Käse "null"... Ich kaufe Bio-Milch, Sauerrahmbutter und Käse, den ich möchte - egal, was das kostet.<br /> <br /> Dabei bin ich wohl nicht "repräsentativ", wie ich weiß. Die meisten Leute müssen mit "knappen" Einkommen mehrere "Mäuler stopfen" - und da ist es schon interessant, ob ich Butter zu 1,05 oder 0,99<br /> Euro kaufen kann - oder Margarine zu 49 Cent... für die scheinbar gleiche Menge! Oder Trinkmilch zu 99 oder zu 59 Cent den Liter.<br /> Der Handel könnte - wenn er denn und auch die Molkereiwirtschaft wollte - relativ stabile Preise über längere Zeiträume "halten" - wenn er sich mit der Molkereiwirtschaft auf langfristig stabile<br /> Preise "festnageln" lassen würde... Aber wir wissen auch - wenn sich wieder mal was am Weltmarkt "tut!" - dann jammern alle, die vorher "stabile" Preise hatten, dass man sich "unnötig lange" mit<br /> "stabilen" Preisen gebunden habe - und versucht "Nachbesserungen".<br /> Quatsch mit Soße!<br /> <br /> Wenn alle - meinetwegen nur noch "2-Jahres-Kontrakte" abschließen würden - hätten wir zumindest für diese Zeit stabile Preise. Egal, was auf dem Weltmarkt los wäre. Das aber auf die Gefahr hin,<br /> dass jedes "Sonderangebot" das bei "Exportstau" erforderlich würde, den gesamten Markt dennoch in Schieflage bringen könnte...<br /> <br /> Also das "Garantie-Heilmittel" für den Markt gibt es nicht. Milcherzeuger müssen ihre Produktion in den Griff bekommen und ggf. auch mal Milch verfüttern, wenn "schlechte Preise" durch ein<br /> Überangebot drohen!<br /> Das ist wohl die Einschätzung der meisten Marktbeobachter.<br /> Ansonsten - hohe Preise bei gutem Absatz -<br /> niedrigste Preise bei...<br /> genau!!!<br /> <br /> Also Ihnen eine gute Zeit in den rauhen Norden!<br /> <br /> Josef Kohl<br /> <br /> <br />
Antworten
J
<br /> Alles schön und gut -<br /> mit Ihren Bemühungen, den Milchmarkt zu "retten"...<br /> und damit den Landwirten ein abgesichertes Einkommen zu ermöglichen.<br /> <br /> In der Fachzeitschrift aus SH lese ich heute, dass Schleswig-Holsteinische Milcherzeuger rd. 250 % des "Eigenverbrauchs" in SH an Milcherzeugnissen produziert, dass man aber dagegen sei, dass<br /> irische Landwirte ihre Produktion ausweiten würden.<br /> <br /> Irland erzeugt derzeit rd. 200 % des Eigenverbrauchs. Und "wer" will da als SH Milcherzeuger den irischen Bauern verwehren, die EIGENE Produktion weiter zu steigern und schöne Greenfield-Butter an<br /> Aldi zu verhökern - oder Kerry-Gold, die nicht mal die Kriterein zur "Markenbutter" schafft, teilweise doppelt so teuer, wie unsere "Discountbutter", im Sonderangebot an den Mann zu bringen??<br /> <br /> "Wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen..."<br /> sagt man...<br /> <br /> Wenn VW zu viele Golf baut, werden die Halden größer - und folglich als Konsequenz die Preise für Haldenfahrzeuge niedriger.<br /> <br /> Wenn Landwirte mehr Milch "in der Region" erzeugen, als (dort und anderswo) verbraucht wird, muss für zusätzlichen Absatz gesorgt werden...<br /> aber von wem?<br /> <br /> Da die meisten deutschen Molkereien nur einerseits den "Rahm abschöpfen" und den "Genossen" immer mal wieder ein paar Tage lang "hohe" Preise zahlen, um sie "zufrieden" zu stellen, kümmert sich<br /> letztlich kaum mal jemand um einen nachhaltig gepflegten Markt - auf dem man hochpreisige "Markenartikel", evtl mit einem "Mehr - Wert" in die Regale stellt! Massenware kommt aus den meisten<br /> deutschen Molkerei-Betrieben allenfalls! Austauschbare MASSENWARE! Ist das ein Fehler...? Oder kann man damit auf Dauer "leben" und auch "überleben"?<br /> <br /> DAUERHAFTER wirtschaftlicher ERFOLG IST DA wohl eher NICHT VORPROGRAMMIERT!<br /> <br /> Dauerhaften Erfolg kann aber nur haben, wer über "attraktivere" Erzeugnisse höhere Verkaufspreise verlangen kann und seine Erzeugnisse höherwertig an den Mann bringt".<br /> <br /> Was bringt die nahe Zukunft ab 2015?<br /> Langfristig werden dann von im Jahr 2007 noch 101.000, in 2009 noch 96.000 und 2010 "nur noch" 93.000 Milcherzeugern mit durchschnittlich 40 Kühen in den nächsten 10 Jahren vielleicht noch 50.000<br /> mit je 85 Tieren im Durchschnitt "übrig" bleiben - oder sogar nur noch 25.000 mit 170 Tieren?? Und wenn die Produktivität von ca. 7.000 kg/Tier auf z.B. 9.500 kg steigen sollte - kann sich jeder<br /> ausrechnen, was bei "unverändertem Bedarf" auf unsere Milcherzeuger für ein "Prozess" zu kommt -<br /> "Wachse oder weiche!"<br /> <br /> Und wer mit Irland, Neuseeland oder anderen "günstigen" Milcherzeugerregionen ERFOLGREICH konkurrieren will, muss seinen Betrieb voll durchrationalisiert haben und alle Einsparpotentiale nutzen -<br /> wenn er nicht in einem "Zuschussgeschäft Milcherzeugung" (viel) Geld verlieren will.<br /> <br /> Vielleicht können künftig "Nebentätigkeiten" wie Strom- oder Gaserzeugung den möglicherweise für viele Erzeuger "zuschussträchtigen Hobbybetrieb Milcherzeugung" so lange am Leben erhalten, bis die<br /> weltweite Nachfrage nach Milch und Milcherzeugnissenso in einigen Jahren den Prognosen der OECD folgt und stabil ist, so dass eine deutsche Erzeugung von dann (weit?) über 30 Mrd. Kilo Milch<br /> problemlos auch auf dem Weltmarkt unter zu bringen ist...<br /> <br /> Nur - die Erzeuger werden sich mittelfristig mehr an den aktuellen Möglichkeiten ihrer Molkerei orientieren müssen, was eben tatsächlich HEUTE "abzusetzen" ist - nicht "übermorgen". Und das wird<br /> sozusagen "höchste" und aber auch abwechselnd "niedrigste" Preise für Rohmilch erbringen - wie ab 2007 erlebt! Und das wird nicht von jedem, sondern nur gut organisierten Betrieben "überlebt"<br /> werden können! Da gilt es dann diese "Zyklen" durch eine gutes "Geldmanagement" abzupuffern. Zeiten mit "höheren" Einnahmen werden Zeiten mit niedrigen Einnahmen auf dem Betrieb "subventionieren"<br /> müssen... Wer als Betriebsleiter da nicht "managen" lernt, geht unter!<br /> <br /> Viel Erfolg bei Ihrer Arbeit weiterhin<br /> <br /> Josef Kohl<br /> <br /> <br />
Antworten
K
<br /> <br /> Lieber Herr Kohl,<br /> <br /> <br /> wenn Sie meine Kommetare und Berichte regelmäßig aufmerksam lesen, davon gehe ich mal aus, dann werden Sie feststellen, dass ich zu denen von Ihnen angesprochenen Problemen schon Stellung<br /> genommen habe. Die Entwicklung, die sie beschreiben, ist nicht "gottgewollt" sondern von Menschenhand gemacht. Und deshalb ist sie änderbar. Daran sollten wir alle, jeder an seinem Platz,<br /> arbeiten. Wer nichts tut -  der hat schon verloren!<br /> <br /> <br /> Ps. Im nächsten Jahr stelle ich einen Thesenscheck zusammen.<br /> <br /> <br /> Herzliche Grüße aus dem schneebedecken Norden!<br /> <br /> <br /> Ihr Karl-Dieter Specht<br /> <br /> <br /> <br />
O
<br /> Moin Herr Specht,<br /> vielen Dank für ihre sachlichen und kompetenten Kommentare in ablaufenden Jahr. Oft dachte ich, wenn ich in den etablierten Medien des Agrarbereiches wieder haarsträubende Artikel las: Darauf<br /> müsste man antworten - und schon hatten Sie es auf ihrem blog getan. Ich wünsche Ihnen für´s neue Jahr viel Schaffenskraft, Themen wird es sicher mehr als genug geben, und hoffe, dass noch mehr<br /> Kollegen ihre Seite entdecken und die Stimme der Vernunft im Stimmengewirr der Wachstumsfetischisten hören! Frohe Weihnachten wünscht<br /> Ottmar Ilchmann.<br /> <br /> <br />
Antworten
D
<br /> Moin Herr Specht,<br /> vielen herzlichen Dank für ihr unermüdliches Schaffen zum Wohle einer Landwirtschaft, für die sich unser ganzes Rackern und Schaffen auch lohnt.<br /> Ich freue mich jedes Mal auf ihren blog.<br /> <br /> Ein entspanntes Weihnachtsfest und ein friedliches neues Jahr wünscht ihnen<br /> Dirk Glaser<br /> <br /> P.s.: Schom mal an ein Spendenkonto für den IFCN-Bricht gedacht?<br /> Ich wär dabei:<br /> <br /> <br />
Antworten
K
<br /> <br /> Hallo Herr Glaser,<br /> <br /> <br /> wenn Sie das IFCN unterstützen wollen, was ich durchaus begrüße, wenden Sich sich bitte an<br /> <br /> <br /> Herrn Dr. Torsten Hemme in Kiel. Herr Dr. Tortsen Hemme ist für jede Anregung dankbar.<br /> <br /> <br /> Herzliche Grüße aus dem hohen Norden!<br /> <br /> <br /> Karl-Dieter Specht<br /> <br /> <br /> <br />