Deutscher Bauerntag in Hannover – es gibt kein Wegducken mehr!

Veröffentlicht auf von Karl-Dieter Specht

Deutscher Bauerntag in Hannover – es gibt kein Wegducken mehr!

Trendwende ist im Moment nicht in Sicht», sagte Bauernpräsident Joachim Rukwied der Deutschen Presse-Agentur vor dem Bauerntag an diesem Mittwoch und Donnerstag in Hannover. « Wir befürchten, dass wir in diesem Jahr je nach Produktionsrichtung nochmals 15 bis 35, 40 Prozent Einkommensrückgang erleiden müssen.“

Anmerkungen: Warum ist das so? Die Märkte sind voll. Es wird über den Bedarf produziert. Diese Erkenntnisse sind zwar beim Bauerverband angekommen, aber es wird nicht gehandelt. Statt sich für einen ausgeglichenen Markt einzusetzen, ruft er wieder einmal nach dem Staat. Die Weigerung des Bauerverbandes sich für einen ausgeglichenen Milchmarkt einzusetzen, führt dazu, dass die Milchviehbetriebe weiterhin Vermögensverluste erleiden.

Rukwied machte sich dafür stark, die bis in die zweite Jahreshälfte hineinwirkenden Abschlüsse für Trinkmilch zwischen Molkereien und Handel nachzujustieren. Der Handel solle die Verträge aufschnüren und erneut verhandeln. «Eine Branche hat nur Zukunft, wenn alle Teilnehmer - also der Lieferant des Rohstoffes, der Verarbeiter und der Händler - Wertschöpfung erzielen können.» Milchbauern könnten dies derzeit nicht.“

Anmerkungen: Es ist schon ein dreistes Stück, wenn gerade der Bauernverband, der sehr auf Wettbewerb setzt, diesen bei einer Überproduktion außer Kraft setzen will, um den Handel zu ermuntern , höhere Preis zu zahlen. Mehr noch: Er will schon geschlossene Kontrakte mit dem Handel wieder aufschnüren - und das bei einer Überproduktion!

Da muss man sich allen Ernstes fragen, ob Rukwied noch Herr seiner Sinne ist. Oder will er die Bauern für dumm verkaufen? Tatsache ist, dass sich die Molkereien zu Lasten der Milchbauern gegenseitig am Markt unterbieten und nicht breit sind, etwas gegen die Überproduktion zu tun.

Eine kleine Meierei im Waldecker Land macht es vor, dass eine Marktanpassung zum Vorteil der Milchbauern gelingen kann!

„Beim Bauerntag ist die Milchkrise ein zentrales Thema, unter Druck stehen aber etwa auch Schweinehalter. Bei dem zweitägigen Treffen in Hannover wird neben Minister Schmidt auch EU-Agrarkommissar Phil Hogan erwartet. Rukwied (54), der seit 2012 Präsident des Deutschen Bauernverbands ist, stellt sich den 600 Delegierten zur Wiederwahl für vier Jahre. „

Anmerkungen: Nun soll auf dem Bauerntag die Milch im Mittelpunkt stehen. Wenn Rukwied nicht mehr einfällt als Durchhalteparolen und nach dem Staat zu rufen, dann müssen die Bauern dem Märchenerzähler Rukwied die rote Karte zeigen. Es gibt kein Wegducken mehr! Die Bauern haben es in der Hand!

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