Bad Segeberg ( Schaulaufen der Kandidaten )
So sehe ich das
Die Stadt hatte ihre Bürger zur Vorstellung der Bürgermeisterschaftskandidaten in das Rathaus eingeladen und viele Bürger kamen. Eine viertel Stunde vor Beginn der Veranstaltung war der Bürgersaal proppenvoll! Vor der Eingangstür zum Saal hin bildete sich eine große Schlange, die aufgrund des überfüllten Saales, keinen Zutritt erhielt. Diese Bürger konnten weder akustisch noch optisch an der Veranstaltung teilnehmen und verließen zum großen Teil enttäuscht das Rathaus. Solche Veranstaltungen müssen in Räume verlegt werden, die es allen Bürgern ermöglicht, auch ohne Platznot, an solchen Informationsabenden teilzunehmen.Pünktlich um 19.00 Uhr eröffnete die Bürgervorsteherin Ingrid Altner die Informationsveranstaltung.
Beide Kandidaten stellten sich in kurzen Statements den Bürgern vor. Unterstrichen ihre Qualifikation für das Amt des Bürgermeisters durch umfangreiche Hinweise auf ihren beruflichen Werdegang. Konkret auf Bad Segeberg bezogen entfaltete die Kandidatin Monika Oestreich ein Blumenstrauß voller Ideen wie: Neugestaltung des Bahnhofs, Anbindung der Innenstadt, Stärkung des Klinikstandortes Segeberg, Neugestaltung an Ihlsee usw. „Dies alles wolle Sie“, so die Kandidatin, „zügig angehen“! Im Gegensatz zur Kandidatin hielt sich der Kandidat Dieter Schönfeld mit Zukunftsversionen zur Stadtentwicklung sehr zurück. Er verwies dabei auf seine lange Erfahrung als Bürgermeister , die ihn gelehrt hat, erst einmal zuzuhören, die Finanzlage der Stadt zu prüfen, sich mit den Fraktionen im Stadtparlament auszutauschen um dann den Bürgern belastbare Entwicklungsvorschläge zu unterbreiten. In der sich anschließenden Fragezeit wurden Fragen aus der Zuhörerschaft gestellt wie: Schulwegsicherung, Jugendarbeit, Farins im Wahlkampf, Versionen für die Stadt, Bau eines Elektromarktes, Bahnhofumbau (in diesem Zusammenhang verglich ein Bürger den Bahnhof der Stadt Segeberg mit einer Viehverladestation in Texas- großes Gelächter-). Gleichzeigt wollte er wissen, „wie hoch die Kosten entsprechender Gutachten zur Stadtentwicklung seien“. Beide Kandidaten konnten, wie sollten sie auch, diese Frage nicht beantworten. Hier hätte ich mir eine klare Aussage der Verwaltungsführung gewünscht, die fast vollständig unter Bürgermeister Hampel am Informationsabend teilnahm. Schade! Alle Fragen wurden“ professionell“ von den Kandidaten abgehandelt und beantwortet mit der eindeutigen Blickrichtung, Wähler und Wählerinnen für sich zu gewinnen. Was bleibt ist die Erkenntnis, dass das wichtigste Thema „ die Verschuldung der Stadt und deren Folgen für die Bürger“ fast gar nicht angesprochen wurde. Obwohl beide Kandidaten die prekäre Finanzlage der Stadt kennen, trugen sie nichts – auch rein gar nichts - Vorzeigbares zur Problemlösung bei. Vor diesem Hintergrund sind alle vorgetragenen Versionen nur „Schall und Rauch“. Erst wenn die Finanzprobleme der Stadt gelöst sind, können weitergehende Projekte in Angriff genommen werden. Wenn das so weitergeht, kann die Stadt unter Umständen Ihre finanzielle Zukunft verspielen!