Bad Segeberg : Ein Stück aus dem Tollhaus
Ein Stück aus dem Tollhaus
Dass das Parkhaus am Landratspark keine architektonische und ästhetische Meisterleistung ist, ist allseits bekannt. Es ist eben ein in Beton „gegossener Zweckbau“, der ausschließlich und allein darauf abzielt, Parkplatzprobleme in der Innenstadt zu minimieren. Zugegeben, ein unansehnliches Objekt, das keine Freude aufkommen lässt, jedoch seinen Zweck - bis jetzt - erfüllt. Das soll nun ab Oktober anders werden. Gutachter halten das Objekt nur noch bis Oktober verkehrssicher. Dann soll vorerst Schluss mit der Nutzung sein. Eine Entwicklung, die sich seit Jahren abzeichnete, da notwendige Unterhaltungsmaßnahmen am Objekt nicht vorgenommen wurden. Grund: Die Stadtpolitiker streiten sich seit Jahren über den in Beton gegossenen Zweckbau. Nach dem Motte . Wenn man sich nicht einig ist, lässt man das Objekt einfach verkommen. Einen Ersatz für die dann geschlossenen Parkplätze ist weit und breit nicht in Sicht. Eine vorausschauende Planung, wie sie die Stadtpolitiker eigentlich betreiben sollten – ebenfalls Fehlanzeige! Stattdessen kommt der BBS als erste Partei aus der Deckung: Das Parkhaus soll erhalten bleiben, obwohl es im Oktober erst einmal geschlossen wird. Es werden Vorschläge zur Sanierung unterbreitet. Zugleich werden Betreibermodelle ins Spiel gebracht; eben durch eine neu zu gründende Gesellschaft, die dann das Parkhaus betreiben soll. Eine Idee, die nicht von der Hand zu weisen ist, wenn die Geschäftswelt der Innenstadt mitspielt. Im Zusammenwirken der Stadt mit der Geschäftswelt sind viele Kombinationen denkbar, die durchaus zweckdienlich sein können. Natürlich- wie kann es anders sein- ist dem BBS auch etwas zur Finanzierung eingefallen. Als krönender Abschluss der Sanierung des Parkhauses soll das neu zu errichtende Dach mit einer Photovoltaik- Anlage bestückt werden. Mit den Erlösen der Anlage , so der BBS, sollen die Investitionen von immerhin einer Millionen Euro finanziert werden. Schlimmer geht`s nimmer!