Stadt Bad Segeberg : Kooperation der Bauhöfe

Veröffentlicht auf von Karl-Dieter Specht

 

So sehe ich das

 

Mögliche Kooperationen der Bauhöfe Bad Segeberg, Wahlstedt und der  Arge Bauhöfe

Hier: Bericht der Stadtverwaltung über die Kooperation der Bauhöfe auf der Sitzung des Ausschusses für Bauen und Umwelt am 21. Januar 2009   (Top 6 der Tagesordnung) der Stadt Bad Segeberg.

In dem vorgelegten Sachstandsbericht der Stadtverwaltung zur Kooperationsmöglichkeit der obigen Bauhöfe wurden Möglichkeiten der Zusammenarbeit geprüft und bewertet. Auf unterschiedlichen Handlungsebenen wurden Gespräche geführt, um

a.       im Personalwesen,

b.      Fahrzeugbeschaffung,

c.       gemeinsame Fahrzeugnutzung,

d.      und gemeinsamer Bauhof

 

Synergieeffekte auszuloten. Ergebnis: Eine Kooperation der zwei Bauhöfe ( Bad Segeberg und Wahlstedt ) lohnt sich. – Eine Kooperation der vier Bauhöfe (Bad Segeberg, Wahlstedt und Arge-Bauhof (WZV u. Kreis)) birgt ebenfalls Synergiepotential. Dabei beschränkte sich der Auftrag auf eine weitgehend oberflächliche Einsparanalyse, ohne grundlegende Aufgabenkritik oder Organisationsunterschungen der Einzelbauhöfe durchzuführen. Eine Einschränkung, die aus betriebswirtschaftlicher Sicht keinen Sinn macht. Denn sie ist die Voraussetzung für eine optimale Durchleuchtung aller Kooperationspartner, die dann in der Endkonsequenz zu wirklichen Synergieeffekten führen können. Eine solche Nabelschau ist wohl von allen Seiten nicht gewünscht. Warum auch? – Sie wollen doch alle ihren Besitzstand wahren! Ein Kennzahlenvergleich zwischen den zukünftigen Kooperationspartnern ist ebenfalls nicht möglich, da unterschiedliche Programme (oder keine) eingesetzt werden. Die Aussage der Verwaltung dazu ist bezeichnend: Die Leistungskennziffern sind bei den Stadtbauhöfen noch zu rudimentär (zu Deutsch: unvollständig, zurückgebildet, verkümmert usw.). Für einen Kennzahlenvergleich kommunaler Bauhöfe (Benchmarking) stehen umfangreiche Programme zur Verfügung ( z. B. Kubus ). Nur bei einheitlicher Anwendung und korrekter Abgrenzung und Nutzung eines Programmes lassen sich im Ergebnis Rückschlüsse und Handlungsoptionen erkennen und umsetzen. Die jetzt vorgelegten Ergebnisse sind zu einfach gestrickt und zu allgemein. Sie befassen sich im Wesentlichen mit dem Austausch von Maschinenkapazitäten und möglichen Neuanschaffungen (wenn überhaupt). Dieses bedurfte keiner qualifizierten Beratung durch Dritte. Das Ergebnis hätten die Bauhofleiter in eigener Regie selbst erreichen können. Man hat also Geld zum Fernster hinausgeschmissen! Unabhängig von der kommunalen Betrachtungsweise ist für die Wettbewerbsfähigkeit der kommunalen Bauhöfe ein Leistungsvergleich mit privaten Wettbewerbern zwingend notwendig und geboten. Nur so kann man seine wirtschaftliche Situation im Wettbewerbsumfeld einordnen. Das jetzt vorgelegte Zwischenergebnis kann nur ein Mosaikstein auf dem weiten Weg zu einer wirklichen Kooperation sein. Man darf also gespannt sein, wie sich das Projekt weiter entwickelt. Dabei dürfen Eitelkeiten, Besitzdenken und politische Unvernunft keine Rolle mehr spielen. Der Bürger hat einen Anspruch darauf, dass seine Steuergelder wirtschaftlich eingesetzt werden.

 

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