Stadt Bad Segeberg : Den zweiten Schritt nicht vor den ersten Schritt tun
Den zweiten Schritt nicht vor den ersten Schritt tun
Im Rahmen der politischen Diskussion um den Neubau des Bahnhofes der Stadt Segeberg scheint bei den Parteien der Sinn für das wirklich Machbare langsam die Oberhand zu gewinnen. Zumindest, was die SPD anbelangt, kommt man langsam vom hohen Ross runter. Von der SPD wird nunmehr eine abgespeckte Version des prämierten Entwurfs vorgeschlagen mit dem Ergebnis: Die Stadt soll selber bauen und das möglichst schnell. Kosten für die Stadt: Runde 690.000 €. Woher das Geld kommen soll, darüber schweigt sich die SPD zur Zeit aus. Es ist zwar lobenswert, dass sich die Denkstrukturen der politisch Verantwortlichen in die richtige Richtung verändern, jedoch reicht das bei Weitem noch nicht aus. Bevor größere Investitionen auf den Weg gebracht werden ist erst einmal zu prüfen, welchen finanziellen Spielraum die Stadt überhaupt noch hat. Das setzt voraus, dass erst einmal ein schonungsloser Kassensturz gemachte wird. Dabei sind chronische Defizite offen zu benennen und zu beheben wie : Bessere Effizienz der Verwaltung, schnellst möglicher Abbau des strukturellen Defizites der Fledermaus-Zentrum GmbH , Einstellung des fremdfinanzierten Photovoltaik –Projektes usw. Nur wenn das geschehen ist, und die Zahlen ungeschönt auf dem Tisch liegen, kann weiter solide geplant und entschieden werden. Bei allen Maßnahmen sind auch die Folgekosten mit einzubeziehen. Bis diese Reihenfolge sich in den Köpfen der Stadtpolitiker verfestigt hat, wird es wohl noch einige Zeit dauern. Gemäß einem alten Sprichwort: Die Hoffnung stirbt zuletzt!