Bad Segeberg : Endlich meldet sich die Geschäftswelt
Parkhaus: Endlich meldet sich die Geschäftswelt zu Wort
Nach langem Hin und Her um den Erhalt des Parkhauses - die Kommunalpolitiker waren bisher nicht in der Lage eine Entscheidung zu treffen - meldet sich nun endlich die Geschäftswelt zu Wort. Sie kämpft, so ist zu lesen, für den Erhalt des Parkhauses. Weiter wird ausgeführt, dass die Stadt durch die Vermietung auch einen Überschuss mit dem Parkhaus erwirtschaftet. Allein in den Jahren 2006/2007 immerhin 99.000 Euro. Was immer das bedeutet: die Stadt muss hier eine saubere Bilanz der letzten Jahre der Öffentlichkeit vorlegen. Wenn der „Überschuss“ stimmt, und die Abschreibungen auf das Anlagevermögen ( Parkhaus ) nicht zurückgelegt wurden, dann hat die Stadt das Geld in ihren maroden Verwaltungshaushalt untergehen lassen. Genaue wirtschaftliche Berechnungen helfen hier nur weiter. Auch hier ist die Stadt gefordert. Auf dieser Grundlage sind dann Entscheidungen zu fällen. Wie so oft in solchen Fällen, die Stadt Segeberg ist ein beredtes Beispiel dafür, warten nun alle auf das Angebot eines anonymen Investors. Das höchst wahrscheinlich, wie gehabt , als Seifenblase zerplatzen wird. Ausnahmen bestätigen die Regel. Interessant erscheint mir auch der Hinweis zu sein, dass sich die Geschäftswelt auch über die Kostenstruktur des Parkhauses Gedanken macht. Dies ist ein völlig neuer Denkansatz, der nicht nur das Fordern gegenüber der Stadt in den Mittelpunk stellt, sondern die Geschäftswelt selbst über einen Beitrag – wie auch immer –nachdenkt. Diesen Gedanken müssen die Kommunalpolitiker aufgreifen und mit der Geschäftswelt und den Bürgern in Verbindung treten. Vor diesem Hintergrund macht der Vorschlag des BBS-Fraktionsvorsitzenden Udo Karlis Sinn, eine Parkhaus-Betreibergesellschaft ins Leben zu rufen. Das setzt voraus, dass alle Fakten und Zahlen auf den Tisch kommen, der Verantwortungsbereich klar strukturiert wird, und sich die Geschäftswelt und die Bürger an dieser Gesellschaft aktiv beteiligen. Wenn das gelingt, entsteht eine neue Form der Zusammenarbeit zwischen Stadt, Geschäftswelt und Bürger. Aufgrund der desolaten Haushaltslage der Stadt wäre eine solche Zusammenarbeit der Stadt mit „Ihrer Geschäftswelt“ und mit „ihren Bürgen“ nur zu wünschen.