Stadt Bad Segeberg: Shuttle Bus nach Nirgendwo
Stadt Bad Segeberg Shuttle-Bus nach Nirgendwo
Möbel-Kraft hatte zum Oktoberfest geladen und fast alle kamen. Schon am Eröffnungstag herrschte Hochbetrieb im Festzelt. Und so konnte der Geschäftsführer Dr. Gunnar George vom Möbelhaus Kraft, nebst Landrätin und stellvertretendem Bürgermeister der Stadt Bad Segeberg, das Oktoberfest unter dem Beifall zahlreicher Gäste wortlos am Bierfass eröffnen. Im Gegensatz zum Vorjahr, wo die Eröffnung unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfand (es waren fast keine Besucher anwesend), hat diesmal Möbel-Kraft und die Stadt dazugelernt. Nicht nur, dass die Eröffnung um zwei Stunden auf 18.00 Uhr verlegt wurde - auch das Freibier tat sein übriges. Selbst die Stadt Bad Segeberg war in diesem Jahr durch den stellvertretenden Bürgermeister mit von der Partie. Zwar ist nichts gegen den stellvertretenden Bürgermeister zu sagen, jedoch hätte der Bürgermeister selbst den Termin wahrnehmen sollen. Die Landrätin hat sich ja auch nicht vertreten lassen! Dass Möbel-Kraft noch lernfähig und für Kritik aufnahmefähig ist, zeigen zwei kleine Änderungen, die wie „ein Wunder“ (später und Freibier) wirkten. Wer aber gehofft hatte, dass die Gäste durch den Veranstalter mit launigen Statements der „Offiziellen“ begrüßt wurden, hatte die Rechnung ohne den Wirt gemacht. Hier kam nichts! Viele der Besucher waren ratlos und löschten ihre Enttäuschung mit Freibier. Das wird mit Sicherheit im nächsten Jahr, wenn es denn wieder ein Oktoberfest gibt, anders. Dessen bin ich mir ziemlich sicher. Eingebettet in das Möbel-Kraft-Ereignis feierte auch die Stadt Bad Segeberg ihr Oktoberfest. Die Ortspresse berichtete ausführlich darüber. Ein Programm mit interessanten Aktionen der Geschäfte, des Handels und der Gastronomie rundeten das städtische Oktoberfest ab. Auch ein Slogan hat nicht gefehlt: „Die ganze Stadt brezelt auf. Ein weißblaues Band soll sich durch die Innenstadt bis hin zum großen Möbelhaus ziehen, wünschen sich die Veranstalter von Stadtmarketing und Kalkbergring. Zwei Stadtbusse sind von 12 bis 17 Uhr kostenlos zwischen dem Marktplatz und dem Haupteingang von Möbel-Kraft unterwegs und schaffen eine bequeme Verbindung von Festzelt zu Festzelt“. Diesen Angaben folgend suchte ich den Bus vor dem Möbel-Kraft-Haupteingang vergebens. Nach langen Irrungen und Wirrungen ging mir ein Licht auf. Denn die unauffällige Haltestelle ohne einladende Beschilderung befand sich gegenüber dem Festzelt von Möbel-Kraft. Völlig anonym, ohne Hinweise stand da- niemanden Bus - zur Fahrt nach Nirgendwo bereit! Keine Hinweise an der Bushaltestelle auf die Aktionen in der Innenstadt, keine Flyer, weder im Kraft-Festzelt noch an der Bushaltestelle. Erst ein Nachfragen bei der Busfahrerin brachte mir die Gewissheit, dass ich im richtigen Bus saß. Hastig suchte ich nach zusätzlichen Informationen im Bus. Auch hier Fehlanzeige !
Infolge dieser Missweisung, fehlender Hinweise und Informationen fuhren mit mir zusammen „ganze 6 Personen“ in die Innenstadt. So viel Dilettantismus kann es doch gar nicht geben! Mir drängt sich der Verdacht auf, dass die Verantwortlichen vor großen Besucherströmen und Neukunden Angst haben. Der logische Menschenverstand lässt keine andere Bewertung zu. Nur weiter so, Bad Segeberg! Schade um die guten Aktionen, die durch unprofessionelles Handeln der Verantwortlichen an den Besuchern von Möbel-Kraft „spurlos“ vorübergegangen sind.