EU- Agrar-Reform: Landwirtschaftsministerin Rumpf legt vor!
EU- Agrar-Reform: Landwirtschaftsministerin Rumpf legt vor!
Kommentar vom SV Karl-Dieter Specht
Was gestern noch als Teufelswerk abgetan wurde wird heute zunehmend von der Politik und der Öffentlichkeit als notwendige Herausforderung an eine zukunftssichere und umwelterhaltende Landwirtschaft angesehen: Das Zauberwort heißt : „Greening!“ Greening ist der Prozess der Umwandlung von Artefakten wie ein Leerzeichen, einen Lebensstil oder eine Marke in eine umweltfreundlicheVersion (d.h. "Ökologisierung zu Hause" oder "Ökologisierung der Firma/Landwirtschaft). The act of greening involves incorporating "green" products and processes into one's environment, such as the , work place, and general lifestyle. Der Akt der Begrünung beinhaltet, mit dem "grünen" Produkten und Prozessen in der Umgebung, wie die zu Hause , am Arbeitsplatz und die allgemeine Lebensführung :( Quelle:Wikipedia) Nun wissen wir es also! Es geht um eine umweltfreundliche und nachhaltige Landwirtschaft. Das heißt doch im Umkehrschluss, dass die jetzigen Praktiken der so genannten modernen Landwirtschaft diesen Anforderungen nur ungenügend entsprechen.
Die Einsicht ist nicht immer der erste Weg zur Besserung!
Wer jedoch meint, dass Einsicht der erste Weg zur Besserung ist, der wird eines Besseren belehrt, wenn er die Vorschläge von Ministerin Rumpf aufmerksam durchliest. Da geht es in erster Linie um die Sicherung des Status Quo! D.h. grundsätzlich erhalten alle Betriebe die flächenbezogenen Direktzahlungen, egal wie sie wirtschaften (wie bisher). Dadurch bekommen die großen industriellen Vieh- und Flächenbetriebe weiter ihre staatlich garantierten Direktzahlungen und können so auf „Staatskosten“ weiter wachsen und für eine Überproduktion am Markt sorgen. Jene aber, die freiwillig gewisse „Greenigs“ einhalten, sollen zusätzlich belohnt werden. Dafür schlägt die Ministerin drei Module vor. Zwischen diesen drei Modulen kann sich der Bauer, wenn er denn überhaupt will, entscheiden. Was „Freiwilligkeit in der freien Wirtschaft“ für einen Stellenwert hat, zeigen uns die Akteure der Finanzkrise. Trotz großartiger Lippenbekenntnisse hat sich bis heute an dem spekulativen Finanzsystem nichts oder nur wenig geändert. Wie gesagt: Alles freiwillig!
Die Ministerin muss nachbessern!
Wenn es stimmt, dass die moderne Landwirtschaft nicht nachhaltig ist und die Umwelt zunehmend belastet, dann kann man nicht die Freiwilligkeit zum Maßstab des Handelns machen. Dann muss diese Nachhaltigkeit die Voraussetzung von Direktzahlungen sein. Auch die Kappung von flächenbezogenen Direktzahlungen lehnt die Ministerin ab. Sie kann sich lediglich eine Degression vorstellen. Dieser Ansatz ist richtig, wenn bei einem Betrag X die Degression gegen Null tendiert. Allerdings ist der Einwand, keine AK zu berücksichtigen, völlig daneben. Alles in allem kann man feststellen, dass brauchbare Denkansätze vorhanden sind. Wenn aber die Ministerin ernst genommen werden will, muss sie nachbessern. Sie darf sich nicht länger vom Bauernverband formen lassen. Bald hätte ich es vergessen! Bauernboss Schwarz hat sich auch zu Wort gemeldet:
Der Mann von gestern meldet sich zu Wort!
Werner Schwarz, Präsident des Landes-Bauernverbandes, lehnt die Koppelung an den Umweltschutz generell ab. Wenn das sogenannte Greening dennoch komme, so "könnten die Kieler Vorschläge geeignet sein", sagte er(Quelle: shz).
Das ist ein Mann von gestern, der den Entwicklungen (fast) immer hinterher läuft!