Milchkrise : DMK - Wachsen, Wachsen und nochmals Wachsen ist das Gebot der Stunde

Veröffentlicht auf von Karl-Dieter Specht

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 Milchkrise : DMK - Wachsen, Wachsen und nochmals Wachsen ist das Gebot der Stunde

 

Kommentar vom SV Karl-Dieter Specht

 

Der Name ist nicht bekannt, das Unternehmen schiebt eine große Schuldenlast vor sich her und liegt in unteren Bereich des Auszahlungspreisvergeiches der Molkereien. Dieses Unternehmen  -genannt“ Deutsche Milch-Kontor“(DMK) -dass bisher seine Aufgaben noch nicht erfüllt hat – wie: Konsolidierung des Unternehmens, um einen besseren Milchpreis für die  Milchbauern zu erreichen -  will  weiter  wachsen. Aber wie! Um das alles den „Nichtswissern“ und Milchbauern- wohlgemerkt Milchbauern, denn diese müssen sich nach Ansicht von Schwaiger erst noch zu Unternehmern entwickeln,  mit denen man dann etwas anfangen kann- hat Schwaiger der „Welt“ ein Interview gegeben.

 

Schwaiger:Da wir aber große Wachstumsambitionen haben, wird der Fokus unserer Aktivitäten in den kommenden Jahren eindeutig auf der Expansion in Regionen mit großem Entwicklungspotenzial liegen. In Kürze zum Beispiel eröffnen wir eine Niederlassung in China. Und auch in anderen Ländern bauen wir nach und nach Strukturen auf. Einige spielen daher bereits in einer anderen Liga als wir. Zumindest noch. Unser Ziel muss es sein, auch diese Größe zu erreichen ( Quelle:Welt).

Anmerkungen: Wachstum heißt für Schwaiger: Die Fesseln des europäischen Marktes zu hinter sich zu lassen. Da ist eh nichts zu holen, denn die Molkereien hauen sich die Preise ja um die Ohren.

Schwaiger: Aktuell haben wir rund 80 Anbieter in Deutschland. Das sind eindeutig zu viele. Denn durch diese große Zahl gibt es immer eine Molkerei, die ihre Milch um jeden Preis an den Handel verkaufen muss. Dadurch entsteht kein richtiger Marktpreis, sondern ein erzwungener Preis. Und mit dem können viele Bauern, die ja am Anfang der Verwertungskette stehen, nicht mal ihre Kosten decken. Nur in größeren Einheiten lässt sich ein dringend notwendiges Gegengewicht zum Handel aufbauen, so dass wir auf Augenhöhe über die Abgabepreise diskutieren können.

 

Anmerkungen:  Dass dabei Schwaiger kräftig mitgespielt und durch seine miese Geschäftspolitik Humana sturmreif geschossen hat, erwähnt er natürlich nicht. Nun ist der globale Markt dran. Hier sind die Chancen besser. Hier ist für jeden Platz; dies zumindest meint Schwaiger.  Hier soll all das nicht gelten, was Schwaiger so schwierig am europäischen und deutschen Markt findet. Dass er dabei  auf eben diese Konkurrenten trifft, die er auch in Europa vorfindet, gibt er selber zu.

 

Schwaiger: Dass wir bei der Expansion auf die üblichen Konkurrenten treffen – wie Nestlé und Danone oder Arla und FrieslandCampina – ist nicht ungewöhnlich. Die meisten stammen schließlich aus Ländern wie der Schweiz, Holland oder Dänemark und damit aus Staaten mit einem vergleichsweise kleinen Binnenmarkt. Teilweise wird dort doppelt so viel Milch produziert, wie im Inland verbraucht wird. Diese Molkereien mussten sich daher schon viel früher neue Märkte jenseits der Grenze suchen(Quelle: Welt).

 

Anmerkungen: Was für den europäischen Markt gilt, soll auf einmal für den globalen Markt nicht mehr gelten. Kennt Schwaiger den Bericht des Europäischen Rechnungshofes nicht? Oder will er ihn nicht kennen?  Was sagt Schwaiger zu den Ambitionen von Fonterra? Was sagt Schwaiger zur Aussage der FAO, dass vom weltweiten  Wachstum Europa aufgrund der hohen Produktionskosten nicht profitieren kann. Im Gegenteil: Der Exportanteil soll weiter schrumpfen. Angesichts dieser Faktenlage offeriert Schwaiger zugleich  eine Lösung:  Er will im Premiumbereich wachsen. Ein durchaus lobenswerter Ansatz. Nur- auch das verschweigt Schwaiger geflissentlich- ist der Umsatz so gering, dass er sich auf den Milchgeldauszahlungspreis fast gar nicht auswirkt. Er wäre nicht Schwaiger, wenn er nicht auch einen Botschaft für die Milchbauern parat hätte:

 

 Schwaiger: Im Moment geht es nach oben mit dem Milchpreisen. Klar ist aber auch, dass sich diese Entwicklung mit der dadurch zwangsläufig steigenden Milchmenge irgendwann wieder umkehrt.

Anmerkungen: Mit seiner Geschäftspolitik wird Schwaiger schon dafür sorgen, dass sich seine Prognose erfüllt. Schwaiger will ja schließlich auf Kosten der Milchbauern auf dem  Weltmarkt in der ersten Liga mitspielen. Dazu braucht er keine Milchbauern sondern Unternehmer. Ob das die Milchbauern auch so sehen?  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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