Gesellschaft: Die etablierten Parteien entdecken auf einmal die Jugend!

Veröffentlicht auf von Karl-Dieter Specht

Gesellschaft: Die etablierten Parteien entdecken auf einmal die Jugend!

Sie, die Jugend, soll politischer werden. Schon ab der 5.Klasse soll es losgehen- und zwar Politik zu lernen- aber wie?

Das ist die Frage?

Wenn man sich die Argumente der einzelnen Vertreter der Parteien mal anschaut, dann kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, dass die vorgebrachten Argumente teilweise dem Ziel dienen, der eigenen Partei Vorteile zu verschaffen. Junge Menschen liebäugeln mehr links als rechts. Deshalb sind die mehr links orientierten Parteien für einen frühen Beginn gegenüber den mehr rechts stehen Parteien, die für einen späteren Beginn der politischen Bildung plädieren. So gehen auch die Ansichten über das richtige Wahlalter weit auseinander.

Der irische Politiker/Dramatiker G.B. Shaw brachte es auf den Punkt: „Wer mit zwanzig kein Revolutionär war, hat kein Herz. Wer es mit dreißig noch ist, hat keinen Verstand.

In diesem Zitat spiegelt sich die Entwicklung eines jungen Menschen im Schnelldurchgang wieder. Wer die Jugend an die Politik heranführen will, um sie für die Demokratie zu gewinnen, muss erst einmal die Grundlagen schaffen, die es den Jugendlichen ermöglichen, Demokratie und Politik zu bereifen. Dazu gehört es der Jugend den Aufbau unseres Staates über die vier Regierungsebenen der Kommune, des Kreises/ Bezirks, des Landes des Bundes und der EU in seiner ganzen Breite und Tiefe zu vermitteln. Das ist keine Oberflächlichkeit angesagt! Das ist z.Z. eine trockene und anspruchsvolle Materie, die ganz junge Menschen eher abschreckt als motiviert. Deshalb ist ein gewisses Alter (Reife) mit einhergehendem Bildungsstand Voraussetzung für einen Erfolg.

Denn wir alle wollen den mündigen, kritischen und aktiven Bürger ohne parteipolitischen Hintergedanken.

Das oft beklagte Desinteresse der Bürger (Jugendlichen) gegenüber dem Staat hat auch was mit der Verrohung politischer Sitten zu tun. Wenn gestandene Politiker demonstrierende Bürger als Pöbel bezeichnen, wer seine Politik für alternativlos hält, der befeuert nicht die notwendige politische Auseinandersetzung sondern der verhindert sie.

Wer den politischen Gegner in vulgärer Sprache angreift wie: Arschloch,Dünnschiss, Menschen ins Klo wegspülen , Menschen werden als Exkremente bezeichnet, Rampensau auf die Fresse hauen, halt`s Maul, Kriegstreiber, ich kann deine Fresse nicht mehr sehen, du machst mit deiner Scheiße die Leute verrückt, Rassisten im Schafspelz, scheiß Nazis usw. und ihn so bezeichnet, der muss sich nicht wundern, wenn Bürger und Jugendliche sich von der Politik abwenden.

Nicht umsonst heißt des Volkes Wort:“Politik verdirbt den Charakter!“

Mit der den Politikern eigenen Sprache von“ abgehoben bis hin in zur Fäkalsprache“ entfernen sie sich immer mehr von des „Volkes Sprache.“ Es liegt zum großen Teil an den Politikern selbst, ob sie durch Ihr Handeln und durch ihre Umgangssprache Politik wieder mehr „salonfähig „machen. Die Zukunft wird es zeigen!

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